Feb 28

Nach der Hundebissaktion des letzten Wochenendes war sie wieder da diese Stimme, die zu mir sprach. Sie sagte:

Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen.

Ich lächelte und war froh – und es kam schlimmer… :yes:

Am Donnerstagvormittag berichtete mir die Teenagerin, sie könne ihr rechtes Auge irgendwie nicht mehr richtig schliessen und auch das Frühstücken wär irgendwie doof gewesen, weil sie die Milch immer wieder aus dem Mund gesabbert hätte. Innerlich schrillten alle meine MS-Alarmglocken, äusserlich blieb ich cool und verwies auf den Nachmittagstermin beim Kinderarzt, den wir ja eh hatten. Irgendwann erfuhr ich dann noch von Kopfschmerzen und bei etwas genauerer Betrachtung fiel auf, dass die gesamte rechte Gesichtshälfte Lähmungserscheinungen zeigte. Der Rest ging dann schnell: Kind ins Auto, zum Arzt, Notfalleinweisung ins Krankenhaus => Verdacht auf Neuroborreliose im fortgeschrittenem Stadium.

Nun könnte ich vom nervigen Warten in der Notaufnahme erzählen oder vom Warten auf Station (der Arzt kommt heute noch und teilt ihnen die Ergebnisse der Blutuntersuchung mit) oder vom Nichtkommen eines Arztes der Ergebnisse mitteilt… Ist ja aber nicht so spannend. Letztendlich wurde am Donnerstag nicht mehr gemacht als Blut abzunehmen, aber das ist ja schonmal was.

Der Freitag war dann ählich dem Donnerstag. Wir warteten auf einen Arzt um Ergebnisse und weiteres Vorgehen zu besprechen. Nachfragen ergaben die immer gleiche Antwort: In einer Stunde ungefähr. Die Stunde dauerte dann 3 Stunden, aber immerhin kam dann ein sehr netter Arzt und besprach, dass eine Lumbalpunktion gegen Mittag durchgeführt werden sollte um weitere Erkenntnisse zu bringen. Der Mittag kam und ging, wir warteten, frugen nach und hörten: In einer Stunde ungefähr. Ok, wenigstens hatten wir was zum Lachen. Letzendlich gab es um kurz vor 16:00 Uhr einen Beruhigungsschnaps für die Teenagerin und dann wurde die Punktion auch schon bald sehr gut und problemlos durchgeführt. Wieder eine Stunde sollte es ungefähr dauern, bis die ersten Ergebnisse vorliegen und die wolle man uns dann auch gleich mitteilen. Wir warteten, ich fütterte meine stramm auf dem Rücken liegende Tochter mit Milchreis – auch mal lustig :whistle:

Nach zwei Stunden mal die Nachfrage bei der Schwester. Öh, ne… die Ärztin hat ja schon längst Feierabend, die kommt sicherlich nicht mehr um ihnen noch Ergebnisse mitzuteilen. Großartig – echt. Wenigstens konnte ich der Schwester noch ein paar Informationen entlocken und erfuhr, dass die Entzündungswerte weder in Blut noch in Nervenwasser erhöht wären, was gegen Borreliose spricht.

Der Samstag ist dann schnell erzählt. Das Kind lag noch immer stramm auf dem Rücken. 24 Stunden sollte sie genau in dieser Position verharren, wurde von mir gewaschen, bekam eine Bettpfanne und wurde so langsam unleidlich – ich auch. Wir warteten auf einen Arzt und zwar von 9:00 bis 14:00 Uhr! Fazit: Es konnte bisher keine Ursache für die Lähmung gefunden werden, man geht von einer idiotischen idiopathischen, peripheren Fazilisparese aus. Auf deutsch: Sie haben keine Ahnung warum der sogenannte Fazilisnerv gelähmt ist, wissen aber, dass die Schädigung nicht zentral im Gehirn (wie zum Beispiel bei MS) steckt sondern direkt am Nerven was dafür spricht, dass alles von allein wieder gut wird und damit wurden wir entlassen.

Noch ausstehende Befunde der Nervenwasseruntersuchung (auf verschiedene, virale Erreger und die für MS typischen oliglokonalen Banden) müssen wir dann im Laufe der Woche telefonisch erfragen, sollte das alles negativ sein, können wir davon ausgehen, dass sich innerhalb von 3 – 4 Wochen alles normalisiert.

Somit hat sich also keine meiner schlimmen Befürchtungen (von MS bis Schlaganfall) bewahrheitet und ich kann mir wieder sagen

Lächle und sei froh, es hätte schlimmer kommen können.

Wenn das nur alles nicht so verdammt anstrengend wäre. Wenn ich selbst nicht langsam ernsthaft wieder am Stock gehen würde. Wenn ich Aussicht auf eine Pause und Erholung hätte, ja dann könnte ich auch ein bisschen besser lächeln und froh sein. Aktuell drehe ich aber gerade mal ein bisschen am Rad und habe keine Ahnung wo, wie ich die Bremse ziehen kann :wacko:

Aber es geht weiter und irgendwann wird es auch wieder ruhiger. Bestimmt!

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Feb 08
  • Bloggen in der Regelmässigkeit wie in der (älteren) Vergangenheit möchte ich (zur Zeit, bis auf weiteres, überhaupt… wer weiss das schon…) nicht mehr. Ganz auf bloggen verzichten möchte ich aber auch nicht, es wird also weiterhin mehr oder weniger brüchige und unregelmässige Statusberichte geben auch überall lesen und je nach Laune mal kommentieren werde ich weiterhin mehr oder weniger regelmässig. Warum nicht wie immer? :unsure:  Weiss ich auch nicht, vielleicht einfach weil sich die Zeiten und Bedürfnisse ändern und mir (zur Zeit, bis auf weiteres, überhaupt… wer weiss das schon…) mehr nach kurzen Facebook Statements der Sinn steht.
  • Küchenkauf geht auch recht spontan. Anfang der letzten Woche bekam ich ein Angebot in den Briefkasten. Ein kleines Möbelhaus bewarb in Zusammenarbeit mit einem namenhaften Küchenhersteller die so genannte “Küchentesterwoche”. Es wurden 28 potentielle Küchenkäufer gesucht, die bereit sind nach abgeschlossener Montage der Küche eine Bewertung des ganzen abzugeben. Als Gegenleistung sollte es die auf Maß angepasste Markenküche zum halben Preis geben (mit Ausnahme der Elektrogeräte), inkl. Aufmaß vor Ort, Lieferung und Montage. Nun, das wollte ich mir ja auf jedem Fall mal näher anhören und vereinbarte einen Termin für Freitagnachmittag. Man nahm sich viel Zeit für uns, nach ungefähr zwei Stunden hatten wir einen ungefähren Plan unserer Traumküche zusammengebastelt, es folgte die erste Kalkulation durch den Verkäufer und wir fielen innerlich vom Stuhl, erbaten uns aber eine Nacht des darüber nachdenkens. Es wurde ein neuer Termin für den nächsten Mittag vereinbart…

    Am Abend rechneten wir nochmal die Küche durch und kamen überein, dass wir sie zu diesem Preis ganz sicher nicht kaufen wollten und uns schon gar nicht unter Zeitdruck setzen lassen wollten.  Wir fuhren auch nochmal in das Ortsansässige Küchestudio um festzustellen, es gibt zu dem Preis immer gleichwertige Küchen zu kaufen. Eigentlich wollten wir gar nicht mehr hinfahren, aber uneigentlich war ich sauer und wollte dem guten Mann nochmal ein bisschen das Wochenende versauen und vor allem Feedback geben.

    Wir machten uns also auf den Weg und setzen uns sehr bequem hin, fest in dem Glauben hier ohne Küchenvertrag wieder zu gehen. Dann liessen wir den Verkäufer ein bisschen arbeiten, denn die bisher pauschale Kalkulation (die Küche kostet pro laufendem Meter xy Euro) nahmen wir nicht hin. Gerne wollten wir von jedem Schrank, jedem cm Arbeitsplatte, Wandanschlussleiste etcpp den genauen Listenpreis haben, welcher natürlich aus dem grooooßen Katalog herausgesucht werden musste. Ja, es waren kleine Schweissperlen auf der Stirn und ja, wir grinsten innerlich. Am Ende teilten wir das ganze durch zwei um auf die Hälfte zu kommen und es kam nämlich eine Zahl heraus, die ganz gewaltig von der ersten Kalkulation abwich. Wir tippten auf exakt diese Zahl forderten sie als Kaufpreis ein… Es folgte ein langes Gespräch zwischen Verkäufer und Cheffe im stillen Kämmerlein, man kam uns entgegen und am Ende war man sogar knapp unter der von uns geforderten Zahl und gab sogar noch die teureren Griffe ohne Mehrpreis her. Tja, nun haben wir also eine tolle, schlichtweisse und auch noch (mehr oder weniger) Rollstuhltaugliche Küche gekauft, die wir uns zum Normalpreis niemals nicht hätten leisten können und ich freu mir den Hintern ab :yahoo: Geliefert wird Ende März, vorher wird noch exakt vermessen und eine finale 3D Präsentation gestartet und ich kann mir noch Gedanken machen in welcher Knallfarbe ich die Wände streiche und ein paar Elektrogeräte dürfen wir dann auch noch kaufen gehen :-)

  • Der Kauf eines neuen Fußbodens im Wohn-/Eßbereich verliert an Wichtigkeit, wenn man spontan eine Küche gekauft hat.
  • Vertraue keinem Teenager, auch wenn er noch so nett und einsichtig tut. Bleib dran, mache Druck es ist im beiderseitigen Interesse (das sieht der Teenager zwar noch nicht so, aber ich weiss es!)
  • Ausbildungsplätze fallen nicht vom Himmel, auch wenn es manchmal den Anschein hat.
  • Teenager müssen manchmal doof sein. Eltern auch. Dann fällt die Ablösung leichter ;-)
  • Sonntagmorgens um 6:00 aufzustehen – um dann eine knappe Stunde Auto zu fahren – um dann in einer kühlen Sporthalle zu sitzen – um dem Kind beim Fußballspielen und verlieren zuzuschauen ist doof – echt.
  • Die zweite Seite der Medaille: Wenn man Sonntagsfrüh mit dem Kind zum Fußballturnier fährt, dann fährt man auch mal durch Gegenden, durch die man sonst nicht fahren würde. Wenn man durch so Gegenden fährt, dann sieht man Dinge, die man sonst nicht sehen würde und man kommt auf Ideen, auf die man sonst nicht kommen würde und nimmt sich Dinge vor, für die Zeit nach Schnee und Eis, die man sich sonst nicht vornehmen würde. Das ist GUT B-)
  • Katzen sind auch doof. Also manchmal sind sie wirklich doof. Es macht ja nix, wenn sie sich übergeben müssen. Aber mal ehrlich: Wenn die Katz auf dem Laminat sitzt und anfängt zu würgen… warum in aller Welt dreht die Katz sich dann nochmal blitzschnell zum Teppich um Fellklumpen und anverdautes Katzenfutter dorthin zu würgen, wo man es nichtmal eben schnell wegwischen kann? Kann mir das wer erklären?
  • Internet und Kommunikation frisst Arbeitszeit und Energien, die man dringend sinnvoller nutzen könnte und sollte, darum ist auch jetzt an dieser Stelle wieder Schluß mit bloggen :yes:

:bye:

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Jan 24

Die Welt dreht sich hier und das grad mal wieder reichlich schnell – Entscheidungen sind getroffen worden und stehen an, irgendwie ist grad alles im Umbruch. Von daher bleibt mir wieder nur eine dahergehechelte Zusammenfassung des Ganzen. :-(

Die Schullaufbahnempfehlung für Kind2 ist seit Freitag raus. Die Klassenkonferenz empfiehlt den Besuch des Gymnasiums. Das ist toll und gut so, stehen ihr doch nun wirklich alle Türen offen. Ob sie tatsächlich aufs Gymnasium gehen wird steht allerdings in den Sternen. Zum jetzigen Zeitpunkt spricht aus meiner Sicht zu vieles dagegen, der große G8 Streß ist nur ein Stichwort, welches mich zurückschrecken lässt.Es ist noch etwas Zeit, ein Gespräch mit dem Klassenlehrer steht noch an und die Info Veranstaltungen der Schulen finden auch erst noch statt.

Ebenfalls am Freitag kam das Kind nach Hause mit einem Arm in Schonhaltung. Sie wär auf dem Eis ausgerutscht, nun könne sie ihr Handgelenk nicht mehr bewegen. Prima, ich hatte den Nachmittag ja auch nichts weiter vor als mich in die chirugische Ambulanz des Krankenhauses zu setzen. Zum Glück ist aber nichts gebrochen, nur kräftigst geprellt. Um den Gips sind wir noch rumgekommen, wenn es bis Montag nicht weg ist, gibt es aber eventuell noch ein Schiene, damit sie wirklich ruhig hält. Darf ich bitte um Daumen bitten? Schiene wär dooof und wenn sie bis zum nächsten Wochenende nicht wieder fit ist, dann gibt es hier richtig viele Tränen, da ist nämlich Fußballturnier.

Nach der Sache mit dem Arm und dem verpasstem Training am Freitag, schien gestern alles gut. Das Kind hatte kaum noch Schmerzen und verabredete sich frohen Mutes mit der Freundin. … Nach wenigen Stunden schon holten wir ein blasses, heftig krankes Kind wieder ab, welches über Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit klagte und nur noch ins Bett wollte. Sie schlief dann ein Weilchen, umarmte am Abend den Eimer. Heute geht es ihr wieder gut und so soll es dann bittedanke auch mal bleiben.

Die Teenagerin hatte am Donnerstag ein Vorstellungsgespräch als Pferdewirtin, das soll nun wirklich und letztendich ihre Zukunft sein, dessen ist sie sich sehr sicher. Es lief gut, sie wurde nicht vom Hof gescheucht sondern gleich zum Probearbeiten in den Osterferien eingeladen. Würde das klappen, es wär ein Traum und ich glaube sie könnte auch richtig viel lernen auf diesem Hof – auf welchem sie dann mit Familienanschluß auch wohnen würde. Spannend ist das, sehr spannend sogar!

Spannend geht es weiter, wobei die größte Spannung mittlerweile raus ist. Seit einem guten Jahr überlegten der Gatte und ich ob wir ein ebenerdiges, freistehendes Haus kaufen können, wollen, müssen, sollten. Die Entscheidung ist gefallen: In den nächsten Jahren werden wir nichts kaufen, statt dessen machen wir es uns hier nochmal richtig schön.

Konkret ist ein neuer Fußboden für Wohn-/ Eßzimmer gestern ausgesucht worden – Boah ist DAS schwer, wenn man vor hunderten Laminat-/Kork-/Parketböden steht und sich nun entscheiden soll. Wir haben bestimmt über eine Stunde in diesem Geschäft verbracht, am Ende drei Musterböden mit nach Hause genommen, die hier durch die Gegend geschoben und uns mittlerweile entschieden. Es ist ein Laminatboden geworden, welcher aussieht wie ein dunkler Holzboden, der dringend mal geschliffen und gestrichen werden müsste. Klingt merkwürdig, sieht aber klasse aus und ist vor allem Katzenpfotendreckunempfindlich. Fotos folgen – bestimmt :yes: Die Verlegung war ursprünglich geplant für Mitte März *hüstel* Schaun wir mal :whistle:

Als nächstes ist die Küche dran. Es soll dann endlich mal eine neue, richtige, gut geplante Einbauküche werden. Theoretisch bin ich ja mit der Planung fertig – jetzt hat der Gatte auch mal gemessen und ich amüsiere mich dann mal mit der Detailplanung :yahoo:

Ach und dann war da ja noch die Geschichte mit den Katzen, die beide zum Tierarzt sollten *augenverdreh* MamaMia musste geimpft werden und Oma Susi hat ein Leckauge, hat abgenommen und ist in letzter Zeit noch viel nörgeliger und alterstarrsinniger als sowieso schon. Nun war es also am Freitag soweit, dass ich beide Katzen in Transportboxen verfrachten musste. Mia machte gar keine Probleme. Die ist noch immer so geduldig und gutmütig, ich kann sie ganz sanft reinschieben und gut ist es. Keine Gegenwehr. Dann Susi…

Susi war kurz bevor ich verladen wollte gerade in der Küche, dort sperrte ich sie dann direkt mal ein um den Fluchtradius zu verkleinern. Dann legte ich meine Schutzkleidung an, sprich eine viel zu große, extrem dicke Sweatjacke. Auf ging es mit Box in die Küche, Susi guckte nichtsahnend aus der Wäsche. Als ich es dann wagte Susi anzufassen und hochzuheben mutierte diese zum Raubtier und zerlegte meine Finger in Streifen… Naja OK, leicht übertrieben – aber es tat schon ganz schön weh und brauchte ein großes Pflaster. Egal – meine Hauptarbeit war getan, Susi war im Korb.

Beim Tierarzt war Susi zuerst dran und ich wies darauf hin, dass diese Katze zu Gewalttätigkeit neigt. Joah, man legte die Handschuhe bereit, nutze sie aber nicht. Stattdessen machte die TÄ butschibutschi mit der Katz, welche mich blöd dastehen liess und einen auf totaaaaaal liebe Katz machte. Die liess echt alles mit sich machen, knurrte nochnichteinmal als das Auge gespült wurde. Nun, das ging eine Weile so und ich wunderte mich schon sehr. Letztendlich zeigte Susi aber wieder ihr wahres ich, wurde von jetzt auf gleich zum Biest und biss die TÄ blutig. Daraufhin verschwand sie sofort wieder in ihrem Korb und es gab die Ansage: Diese Katze in Zukunft nur noch mit Vollnarkose. Äh… ich hab doch gesagt, die neigt zur Bösartigkeit :unsure: Nun denn letztendlich wissen wir jetzt, dass sie ausser normaler Altererscheinungen wie zum Beispiel dem verengten Tränenkanal topfit und gesund ist – eine Narkose können wir uns in nächster Zeit also sparen.

Und Mia? Mia hat beim Impfen etwas gemault, war aber ansonsten tiefenentspannt wie eigentlich immer. Übrigens hat diese Katze, welche wir im Sommer sehr dürr vom Bauernhof holten ihr Gewicht mittlerweile fast verdoppelt und wiegt nun stolze 7,5 Kilo *ups* :whistle:

Hab ich noch mehr Themen? :scratch: Ach ja, die MS …  Ja, sie ist noch da. Gerade in den letzten Tagen merke ich sie auch immer mal wieder – aber echt, das ist lächerlich was sie gerade so zu bieten hat von daher kein Thema B-)

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Jan 15

Hier im Hause wohnt nicht nur die Familie Multiples – auch wenn es nach aussen so wirkt.

Hier im Hause wohnen auch noch Herr Ich-war-das-nicht, Frau Weiß-ich-auch-nicht, Schwester Keiner und Bruder Niemand. Viel zu oft kommen auch noch Die kleine grüne Motzkuh und das Meckerschaf (übrigens ein sehr empfehlenswertes Buch für alle Familien mit Kindern ab ca 2 Jahren – es hat uns sehr oft aus Wutausbrüchen gerettet) zu Besuch, aber die gehören jetzt nicht zu dieser kleinen Anekdote aus unserem Haus.

Herr Ich-war-das-nicht, Frau Weiß-ich-auch-nicht, Schwester Keiner und Bruder Niemand machen nichts als Unsinn, das kann ich mal so sagen und das dollste ist noch nie hat sie jemand zu Gesicht bekommen. Sie alle, die Sie in Familie leben kennen diese Gesellen sicherlich auch?! Da fragt man in die Runde wer dieses oder jenes angestellt und/ oder weggenommen hat und man erfährt eigentlich immer: Einer der unsichtbaren Bewohner war es.

Auch wenn ich mich eigentlich damit abgefunden habe, dass die Bande hier haust und ihr Unwesen treibt, manchmal finde ich es doch ganz schön ärgerlich. Ganz aktuell haben die mir nämlich ein Buch geklaut, das ich sehr gerne gelesen hätte.

Dieses Buch habe ich über Tauschticket erworben und freute mich schon sehr auf die Lektüre. Als es dann mit der Post eintraf, packte ich es aus und legte es erstmal auf die nach oben führende Treppe. Dort wollte ich es  einsammeln, wenn ich das nächste Mal nach oben gehe um es auf meinem Nachttisch abzulegen. Tja – dort ist es aber nie angekommen. In einem unbeobachteten Moment muss sich einer meiner Untermieter dieses Buch geschnappt und in sein unsichtbares Verlies gezert haben.

Wirklich schade. Wenn ich den erwische… aber das werde ich wohl abhaken können.

Vielleicht passiert ja aber was manchmal passiert. Wenn die Damen und Herren genug von ihrer Beute haben, dann geben sie diese wieder frei und legen sie irgendwo im Haus wieder ab. Es besteht also noch Hoffnung.

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Jan 14

So, das soll sie nun gewesen sein, meine lange und dann auch noch unangekündigte Blogpause. Es war mal nötig und zwischendurch habe ich mich auch ernsthaft gefragt ob ich überhaupt noch bloggen möchte – aber das ist natürlich absoluter Quatsch, dafür macht es mir viel zu viel Spaß. Nun habe ich andere Dinge zurückgeschraubt um wieder mehr Zeit für Bloghausen zu haben.

Was ist nun also passiert die letzten Wochen? Von meinem Chaosgeschnipsel mal abgesehen, habe ich ja noch nicht wirklich was erzählt in diesem Jahr.

Ich versuche es mal strukturiert und werde mich mal an meinen Kategorien entlanghangeln…

Multiple Sklerose

Es gibt zur Zeit eigentlich nichts zu berichten zu diesem Thema und dann doch wieder so viel ;-)

Ich bin, von Fatigue und ein paar Kleinigkeiten abgesehen, nahezu symptomfrei. Der Zweitrollstuhl aus dem Keller ist mittlerweile an das Sanitätshaus zurückgegeben, Rollator und Krücken stehen schon im Keller, der Erstrollstuhl soll demnächst folgen – steht hier alles nur im Weg rum und wird nicht gebraucht. Mittlerweile habe ich noch weitere Versuche in Richtung joggen unternommen und diese erfolgreich und vor allem genussvoll hinter mich gebracht. Irgendwo im Hinterkopf ist die irrsinnige Idee im Juni die 5,3 km beim Stadtlauf zu meistern.. aber das ist natürlich völlig irrsinnig B-) :whistle:

Oft werde ich gefragt, wie es denn nun so plötzlich zu dieser “Wunderheilung” kam, wobei allen natürlich klar ist, dass es eine Heilung nicht geben kann. Ehrlich, ich weiss es nicht, vermute aber mittlerweile, dass meine Psyche zusätzlich zu Chemo und KG einen großen Anteil daran hat.

Nach all den Rückschlägen hatte ich mir nichts mehr zugetraut. Bin noch mit Stützen gelaufen wo ich vielleicht schon ohne hätte laufen können, weil ich glaubte sie noch zu brauchen. Bin geschlurft, weil ich nunmal schlurfte, weil es sich halt so eingeschlurft hatte und habe beim ersten Zwicken im Oberschenkel/ beim ersten Ausfallschritt/ beim ersten Schwanken aufgehört zu gehen, bzw. mich wieder vermehrt abgestützt, weil ich Angst vor dem großen Schmerz hatte, der folgen könnte.

Es hat Klick gemacht ich traue mich zu gehen, zu hüpfen, zu laufen und ich glaube mittlerweile auch daran, dass ich es kann ohne gleich die nächste Nacht ins Kissen beissen zu müssen.

Es ist schwer zu beschreiben aber so ein bisschen fühlt es sich an als hätte ich eine unsichtbare Fessel um meine Beine gelöst und das ist großartig :yahoo:

  • Sollte es nun Stimmen geben, die meinen ich hätte simuliert und mir die Schwierigkeiten nur eingebildet…
  • Sollte nun jemand aus dem obigen Text herauslesen, dass MS eine psychische Erkrankung sei…

→  SO war es nicht gemeint. MS ist körperlich, MS ist real, man kann MS auch mit der positivsten Grundeinstellung nicht wegdenken! Als ich vor etwas über einem Jahr den Rollstuhl bekam konnte ich real nicht laufen und vieles mehr. Die Besserung jetzt führe ich hauptsächlich auf den durch die Chemo erreichten Stillstand und die dadurch entstandene Chance auf Regeneration zurück. Die Psyche hat am Ende lediglich dafür gesorgt, dass ich mich noch etwas länger an meinen Stützen festhielt als unbedingt nötig.

Familie & Ich

Aktuell toben hier mein Kind2 und zwei ihrer Freunde durchs Haus. Warum in aller Welt müssen die sich immer so anschreien? Hat mal wer Ohrstöbbel?  :wacko:

Es ist unruhig, wuselig, chaotisch hier. Alles ganz normal also :-)

Wir fragen uns Ich frage den Gatten ob wir nun in diesem Jahr ein Haus kaufen wollen, sollten, können. Ich suche schonmal das Inet nach interessanten Angeboten ab, träume mich in das ein oder andere Haus hinein richte auch schon ein bisschen ein. Der Gatte ist wie immer entspannt, der Zeitschinder wie immer ruhige und abwiegelnde Pol, der berechtigte Gegenargumente in die Runde schmeisst.

Von berechtigten Gegenargumenten in meiner Planungswut ausgebremst, mache ich dann auch eine quitschende Vollbremsung, drehe mich um und spurte in die Gegenrichtung.

Kaufen wir halt kein neues Haus und investieren dafür in das bestehende, verkündete ich dem Gatten heute morgen, was ihn dann wiederum zum Versuch veranlasste mein Durchstarten in die Gegenrichtung abzubremsen, denn wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine Entscheidung für die eine oder andere Richtung treffen, das hängt von äusseren Faktoren ab, die sich irgendwann in den nächsten Wochen auflösen… aber zu spät: Heute habe ich die neu einzurichtende Küche soweit geplant.

Neihein, ich hab keine Knall – ich hab total einen an der Klatsche, aber ich bin glücklich damit :whistle:

Beim Kind2 wird es langsam ernst. Die Empfehlung für die weiterführende Schule wird demnächst ausgesprochen, ich bin sehr gespannt, lasse es aber auch irgendwie recht entspannt auf uns zukommen. Persönlich sehe ich sie irgendwo zwischen Gym und Realschule, wobei das extrem Tagesformabhängig ist. Müsste ich heute entscheiden, dann würde ich sie auf der Gesamtschule sehen – aber das kann sich noch ändern.

Die Teenagerin hat noch keine Ausbildungsplatz, schreibt Bewerbungen und hat am nächsten Donnerstag ihr erstes Vorstellungsgespräch. Pferdewirtin will sie nun werden und das definitiv und wohl überlegt, mit bereits praktischer Erfahrung in dem Bereich. Ich hätte gerne ein paar gedrückte Daumen fürs erste Gespräch – wäre ja schon klasse so ein Ausbildungsplatz.

Ich habe, wie schon Ende letzten Jahres angedeutet einen “neuen Job”. Seit meiner freiwilligen Arbeitslosigkeit versuchte ich mir ja einen selbständigen Nebenerwerb aufzubauen, scheiterte letztendlich aber immer wieder an meiner KonzentrationsUNfähigkeit die mich daran hinderte, das was ich hätte lernen müssen auch wirklich aufzunehmen und gewinnbringend umzusetzten. Nun ergab es sich, dass mein Ex-Arbeitgeber meine Dienste gerne unregelmässig und auf selbständiger Basis hätte. Das Aufgabengebiet ist sehr leicht überschaubar und doch interessant – ich darf meinen Perfektionismus austoben, darf und soll mich bitte im Detail verlieren, weil es gerade auf das Detail ankommt und das Ganze bequem bei freier Zeiteinteilung im heimischen Wohnzimmer.

Haushalt & Garten

Neben der Frage ob wir nun ein neues Haus kaufen wollen, respektive können oder auch sollten – versuche ich noch immer dem Haushalt in diesem Haus hier irgendwie Herr…oder auch Frau zu werden. Es ist irgendwie zum Mäusemelken. Heute morgen versuchte ich in den Vorrats-Küchenschubladen ein System hinein zu bekommen, so räumte ich also aus und wieder ein und nochmal hin und dann auch her… es wurde und wurde nicht mehr Platz in den Schubladen und ich bekam kein wirklich übersichtliches System ins Chaos. Da stapeln sich angebrochene Tüten von Leinsamen, Sesam, Haferflocken, Rosinen zusammen mit Buchweizen, Mehl, Zucker uvm und ALLES fliegt immer wieder durcheinander, weil das was ich gerade brauche grundsätzlich hinten und/oder unten ist. Somit wären wir dann wieder bei der Küchenplanung… mit dieser Küche wird das nichts, denn es liegt natürlich nur an der Kücheneinrichtung und in gar keinem Fall an meinem Chaotengen :whistle:

Alles & nichts

In letzter Zeit habe ich mich in Facebook festgesetzt, dort einen viel zu großen Teil meiner Zeit mit den verfügbaren Spielen verbracht und nebenher viel zu viele Dinge verpasst, die mir eigentlich Spaß machten und machen. Heute habe ich gründlich aufgeräumt, alle Anwendungen bis auf eine sind blockiert und nun kann ich mich wieder den wichtigeren Dingen widmen, zum Beispiel meinem Feedreader :yes:  Aktuell zeigt mir dieser 261 ungelesene Artikel an – bite sehen sie es mir nach, wenn ich nicht alles mitbekommen habe und gelegentlich mal nachfrage :rose:

Eines ist sicher: Die Prios sind wieder gerader gezogen und Bloghausen hat mich wieder :yes: Wer mag, darf das jetzt auch als Drohung auffassen ;-)

So, jetzt ist das erste Kind abgeholt, der Lärmpegel hat deutlichst abgenommen und gleich ist es dann auch geschafft, ich gehe dem Feierabend entgegen. Ihnen allen wünsche ich einen schönen solchen :bye:

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Dez 24

Ich finde ja immer die Worte Weihnachten und Streß gehören auf gar keinem Fall in einen Satz da sie sich doch grundsätzlich widersprechen. Wie kann es dann also ein Wort wie Weihnachtsstreß geben. Das klingt für mich wie Heißkalt oder ähnliches.

Weihnachten ist für mich ein Fest an dem man Zeit füreinander hat. Für mich gehört zu Weihnachten kuscheln auf dem Sofa, gutes Essen, viele Spiele, viele Gespräche, tolle Düfte nach Zimt, Orangen, Rotkohl, Lebkuchengewürz undundund… ja und irgendwann und irgendwie dann auch die Geschenke, aber die sind nebensächlich – selbst die Tochter sprach das so schon aus.

Viele Menschen glauben mir nicht, dass ich Weihnachten tatsächlich gänzlich ungestresst bin. Nundenn, hier mein Blickwinkel am 24.12.2009 um 15:00.

CIMG8743 (Medium)

Im Fernsehen läuft gerade Michel in der Suppenschüssel. Das erste gute Essen liegt schon hinter uns, das Adventstiramisu ist auch schon zur Hälfte verputzt.

Selbst die Katz liegt übrigens äusserst faul am Weihnachtsbaum und lässt es sich gut gehen…

CIMG8731 (Medium)

… und wo wir gerade dabei sind Fotos zu zeigen: Fr. Rotkraut dieses hier ist für Sie. Dankeschön, Sie wissen schon warum :heart:

CIMG8739 (Medium)

So – wir werden jetzt gleich eine Runde durch die weiße Weihnachtswelt spazierengehen. Dann gibt es Kaffee, Kakao und Kekse zum Aufwärmen. Der Gatte wird sich dann in den Weihnachtsmann verwandeln und Kinder der Nachbarschaft besuchen, danach kommt bei uns dann auch bald die Bescherung.

Lassen Sie es sich gutgehen! Es muss nicht perfekt sein, hauptsache schön! :rose:

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Nov 23

Die letzten Tage hatte ich so gar keine Zeit und Muße zum ausführlichen schreiben und heute eigentlich auch nicht – aber wenigsten kurz möchte ich einen Statusbericht abgeben :yes:

Wer mir auf Twitter oder Facebook folgt, der durfte am Freitag einen Livebericht der Show: “Frau Multiples kämpft mit dem Haushalt” erleben. Hier schien den ganzen Tag die wunderschönste Frühlingssonne, mir ging es sowohl physisch als auch psychisch ganz wunderbest und so habe ich mich mal in Frühjahrsputzmanier an die Ecken gemacht, welche in den vergangenen Wochen doch arg vernachlässigt wurden. Als Krönung des Tages habe ich dann noch bis in den Sonnenuntergang und auch ein bisschen danach Fenster geputzt, so dass ich nun sagen kann, dass hier in der unteren Etage alles fertig ist um es im Verlauf dieser Woche weihnachtlich werden zu lassen.

Samstag dann war der Haushalt soweit fertig, so dass wir nur noch geniessen brauchten. Der Tag fing schon gut an – wie immer brachte mir das Kind2 einen Kaffee ans Bett, danach machte ich mich auf zum Brötchen kaufen und zwar – Achtung Trommelwirbel – zu Fuß! Jaha, Sie haben richtig gelesen, ich ging den Weg zum Bäcker und zurück zu Fuß und ohne irgendein Hilfsmittel, raschelte im kleinen Waldstück, welches ich passierte mit Laub und grinste vermutlich ziemlich dämlich vor mich hin. Es ist schwer zu beschreiben, wie es sich anfühlt nach so langer Zeit wieder eine Strecke zu gehen, die man schon abgeschrieben hatte. Einfach nur der pure Genuss :yahoo:   und da macht es auch gar nichts, dass ich auf den letzten 300m ziemlich kämpfen musste und reichlich schnaufte :yes:

Samstag nachmittag machte ich mich dann auf Wunsch einer einzelnen Dame (auch bekannt unter dem Namen: Kind2) daran Waffeln zu backen. Sie hatte sich das schon so lange mal wieder gewünscht und ich hatte es versprochen und da sie einen Freund zu Besuch hatte, lohnte sich der Aufwand ja auch gleich doppelt. Großartig auch, dass die beiden Kinderlein sich dann nach Verzehr der ersten Waffel auf den Weg zum Freund nach Hause machten. Ich war darüber so baff, dass ich gar nicht reagieren oder gar Veto einlegen konnte. Nunjut blieben mehr Waffeln für die Teenagerin und mich und ich beschreibe jetzt nicht wie schlecht mir am Ende war :wacko:

Sonntag kann man mit einem Wort beschreiben: Ruhig. Das Kind2 hatte Fußballturnier, hat aber diesmal auf elterliche Anwesenheit verzichtet und ist mit der Freundin und deren Eltern gefahren wo sie dann auch gleich bis abends blieb. Der Gatte friemelte an seinem PC rum ich machte mich an die Fotobücher als Geschenk für die Großeltern und chattete zwischendurch mit der Teenagerin über Facebook. Doch, wir sprechen auch manchmal noch miteinander – aber mit dem Töchterchen chatten ist auch ganz putzig :mail:

Und sonst so?

Termine: Hinter mir liegen schon die Reizstromanwendung für den Rücken, Einkaufen und Blutabnehmen. Jetzt gehts auf zur Kieferorthopädin von Kind2 zum Gespräch. Heute nachmittag, Hausaufgabenbetreuung und Mutter-Taxi.

ToDo: Joah, so einiges. Aber ich mach mir keinen Streß.

Befinden: Supergut. Rollstuhl und Rollator stehen in der Ecke, die eine Krücke liegt warm und trocken im Auto – wo die andere ist weiss ich grad gar nicht. Ich gehe völlig normal und geniesse es – allerdings beschleicht mich immer wieder das diffuse Gefühl ich hätte was vergessen, bis mir einfällt, dass es nur die Stütze ist, welche fehlt bzw. nicht fehtl :yahoo:

So und weil ich es grad im Auto so schön laut gegröhlt habe kommt jetzt hier mein Lied des Tages :bye:

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    Nov 14

    … dann neigen Sie dazu sich schlicht und ergreifend zu überschätzen. Sie glauben, sie könnten noch genauso lange durchhalten wie einst, als sie noch jung und gesund waren. Am nächsten Tag stellen sie dann fest, dass das nun überhaupt nicht gut war undfühlen sich im Wohlbefinden arg gestört. Im Alter wird man weise? So ein Quark.

    Neihein. Ich schreibe nicht von den Freunden und Bekannten auf der Feier meines Vaters respektiver meiner Stiefmutter, die gestern ihren 60ten feierte. Ich meine mich. Eine der jüngsten im Saal, eine der wenigen die null Alkohol tranken und doch vermutlich die einzige, die heute fast den ganzen Tag im Bett verbrachte, weil völlig KO und ausser Gefecht gesetzt.

    Nun denn, wir werden ja alle nicht jünger und gelohnt hat es sich auch. Immerhin weiss ich jetzt, dass ich meiner Mutter wirklich und tatsächlich sehr ähnlich bin, die gleiche Mimik, Gestik, Sprachbetonung und Einstellung habe wie sie. Großartig. Gerne, sehr gerne hätte ich ihre langen, schlanken Beine gehabt. Aber NÖ – ich hab kurze, fleischige Stampfer. Egal. Wahre Schönheit kommt von innen :yes:   Des weiteren weiss ich auch wieder genau, wie es war, damals als meine Mutter mit mir aus dem Krankenhaus kam und ach… ich weiss vieles, was ich nicht wissen wollte B-)

    Toll: Nach ewigen Zeiten habe ich mal meine (Stief-)Geschwister getroffen, die neue Freundin meines großen Bruders und das daraus entstandene Baby, meinen süßen, kleinen Neffen kennengelernt. Wir sollten wirklich mehr Kontakt haben und das sollten wir nicht nur sagen, sondern auch tun!

    So, jetzt erhole ich mich noch ein bisschen und leite den gemütlichen Abend ein. Morgen Fußballtunier von Kind2. Endlich mal wieder Zeit in Ruhe zu stricken :-)

    Ich wünsche ganz Bloghausen ein wunderschönes Wochenende!

    :bye:

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    Schweingrippe – allein das Wort klingt schon gefährlich. Viel gefährlicher als das Wort Vogelgrippe je klang. Wer will schon an einer Krankheit erkranken, die von den Schweinen kommt? Manchmal kommt es mir so vor als würde diese ganze Grippepanikwelle wirklich allein an diesem Wort hängen – Schweinegrippe – Ob nun saisonale Grippe oder Schweinegrippe oder ein schlichter Verkehrsunfall – sterben können wir theoretisch an allem und das jederzeit.

    Als treusorgende Mutter habe aber natürlich auch ich mir so meine Gedanken zum Thema Schweinegrippeimpfung pro und contra gemacht und mich weitreichend darüber informiert. Als Mutter eines Asthmakranken Kindes, selbst chronisch krank, gilt das natürlich doppelt.

    Für mich selbst war die Antwort schnell klar…

    • Pro: Ich habe MS, eine Autoimmunerkrankung. Für mich ist schon eine einfache Erkältung ein wirklicher Spaß, denn MS-Symptome verstärken sich gerne mal, wenn irgendwas im Immunsystem rumort. Eine echte Grippe würde mir vermutlich einen Schub bescheren, den mag ich mir nicht vorstellen. Eine Impfung wäre für mich eigentlich Pflicht.
    • Contra: Ich hatte einen meiner schwersten Schübe im November 2007 direkt nach einer normalen Grippeimpfung. Zur Zeit bekomme ich regelmässig Chemotherapie, nächste Woche ist es wieder soweit. Eine Impfung wie Pandemrix, mit verstärkten Nebenwirkungen würde mir vermutlich ähnlich viel Spaß bereiten wie ein heftiger Infekt.

    Beim Kind2 habe ich lange hin- und her überlegt…

    • Pro: Sie hat infekt induziertes Asthma, gehört somit ganz klar zur oft beschrieben Risikogruppe der chronisch Kranken. Eine echte Grippe ob nun säuisch oder nicht wäre ein großes Problem, drum ist sie ja auch gegen die saisonale Grippe geimpft. Davon mal ab bedeutet ein krankes Kind2 mit Atembeschwerden auch Vollstreß rund um die Uhr (mit nächtlichem Inhalieren) für mich. Was wenn wir beide gleichzeitig die Grippe bekommen? Was, wenn die Grippe sie so schwer trifft, dass sie stationär behandelt werden muss? Pack ich das? Die Sorge ums Kind, der Streß?
    • Contra: Das Asthma des Kindes ist zur Zeit absolut symptomfrei. Sie hat gerade einen recht starken Infekt einfach so ohne Probleme weggesteckt. Vielleicht hat sich das Asthma ja mittlerweile doch ausgewachsen und stellt gar nicht mehr so das ganz große Problem dar? Davon mal ab: Es gibt bei uns in Deutschland derzeit nur Pandemrix und ehrlich, ich trau dem Zeugs nicht über den Weg. Wenn ich bei SPON darüber lese, dass Studien zu diesem Impfmittel erst im September 2010 abgeschlossen sein werden – Wenn vorher gar nicht gesagt werden kann, welche Langzeitfolgen dieses Mittel hat – wenn zB. das Guillain-Barré- Syndrom eine theoretische Langzeitfolge sein kann… Ja dann wird es mir irgendwie ganz schön schlecht.

    Der Gatte und die Teenagerin sind kerngesund. Das Risiko, dass sie morgen vor den Laster laufen ist bei ihnen tatsächlich um einiges größer als das Risiko schwere Folgen von einer möglichen Grippe davon zu tragen.

    Fazit: Zum jetzigen Zeitpunkt erscheint uns das Risiko, dass uns die Schweinegrippe erwischt und schwere Folgen hat kleiner und vor allem überschaubarer als das was wir nicht greifen können, nämlich die evtl. Folgen der Impfung. Wenn selbst impfbefürwortende Ärzte sich dagegen aussprechen, dann ist das für mich ein deutliches Zeichen, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Sollte es doch noch den Impfstoff ohne Wirkverstärker geben, dann wird wenigstens Kind2 geimpft. Ansonsten sind wir nicht bereit dazu.

    Jetzt würde mich mal Ihre/ Eure Meinung interessieren
    (Mehrfachantwort möglich)

    Schweinegrippe: Impfen ja oder nein?

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    Okt 11

    Es begab sich am letzten Freitag. Der Herr Multiples hatte seinen ersten Urlaubstag, die Kinderlein hatte Ferien, die Sonne strahlte, es versprach ein gar wunderschöner Tag zu werden. So kam es also, dass Frau Multiples auf dem Rückweg von der gar frühen Physiotherapie beschloss, es wäre mal wieder an der Zeit einen Familienausflug zu machen. Hurtig besorgte sie noch ein paar leckere Sachen, welche sie für ein Picknik verwenden wollte und machte sich auf ihre Familie zu wecken und ihnen die frohe Kunde zu übermitteln.

    “Schatz” so sprach  sie den Gatten liebevoll an: “Mache Dir keine Sorgen, alles wird gut. Wir machen heute einen Ausflug, ich habe alles geplant. Mach Du nur Urlaub, schalte Deinen angestrengten Kopf aus, du brauchst keine Entscheidungen treffen, trägst keine Verantwortung, die übernehme ich. Weil Du nun deinen wohlverdienten Urlaub antrittst brauchst Du nur tun, was ich Dir sage. Ist das nicht fein?”

    Der Gatte tat wie ihm geheissen, stimmte mit einem artigen “Ja Schatz” zu und das Unheil nahm seinen Lauf so machte sich eine ganz normale Familie nach dem Frühstück auf zu einem ganz normalen Familienausflug in schönster Natur.

    [OK... ich schreib jetzt wieder normal. Das ist ja mörderanstrengend so :wacko: ]

    IMG_0053[1]Wie immer, wenn wir unterwegs sind haben wir einen Rucksack mit ein paar Essensachen und Getränken bei uns. Selbstverständlich muss auch die große Kameraausrüstung, die kleine Kamera und ganz neu: das Iphone mit und naja der Rollstuhl ist bei solchen Ausflügen selbstverständlich auch dabei. Da der Rucksack vollgefüllt war mit Essen und Trinken und ich davon ausging, dass ich im Wildpark eher weiter entfernte Motive fotografieren würde verzichtete ich auf den zusätzlichen Ballast der Fototasche und hing mir die EOS mit dem großen Objektiv um den Hals, nachdem ich selbstverständlich geprüft hatte, dass der Akku voll geladen ist.

    Schon auf dem Parkplatz begegnete mir das erste Motiv, welches ich begeistert ablichtete. Ach und der Park, der ist so schön, ich fand Motive ohne Ende. So war da ein Teich vor dem Hintergrund von Bäumen und darin ein großer Springbrunnen und es sah so herrlich aus, wie das Wasser vor dem dunklen Hintergrund des Waldes… das musste ich einfach mit der EOS einfangen. Also die Cam gezückt, Einstellungen geprüft und Schuß…. äh also Schuß… nochmal probiert… NÖ, ging nicht. Warum? Na, weil natürlich der Akku alle war. Zwar hatte ich den zu Hause geprüft, aber äh ja – alle ist alle. Wo ich denn den Ersatzakku hätte frug der Gatte. Na zu Hause natürlich, brauchte ich ja nicht mitnehmen, denn ich hab ja geprüft, dass dieser hier voll ist. Er wollte ansetzen zu einem Vortrag, hatte dabei aber vergessen, dass er Urlaub hatte und das denken mir überlassen sollte. So ärgerte ich mich also ganz alleine eine Runde, aber nicht allzusehr, denn immerhin hatte ich ja noch die Exilim dabei, die hat ja wenigstens 5fach Zoom und das sollte für diese Wasserszene zumindest im Ansatz ausreichen, wennauch nicht in der gewünschte EOS Qualität.

    “Kind” so sprach ich die Teenagerin an. “Reiche mir die Exilim”. Nun, es kam wie es kommen sollte, selbstverständlich war auch der Akku dieser Kamera leer :cry:   Egal! Von so etwas lasse ich mir ja nicht lange die Laune verderben. Dann halt kein Foto der Wasserszene und auch keine großartigen Tierbilder, für normale Knipsbilder hatte ich ja wenigstens noch das IPhone dabei :yes:

    Wir machten uns also weiter auf. Die große Runde durch den Park sollte es natürlich sein. Immerhin war ich ja mit Hilfsmittel Rollstuhl in diesem Park genau richtig heisst es doch in den FAQ der Webseite

    Ist der Park für Rollstuhlfahrer geeignet?
    Ja, die Begleitperson für den Rollstuhlfahrer hat freien Eintritt.

    Jau. Der Wildpark befindet sich am Rande der Harburger Berge. Das heisst im Klartext: Für norddeutsche Verhältnisse ist es hier doch recht sehr hüglig um nicht zu sagen bergig.

    Der Gatte fragt noch ob ich mit der ersten, recht steilen Bergabfahrt klarkäme. Klar komme ich klar was denn sonst B-)   Öhm… Unbefestigter Weg, Aktivrollstuhl mit sportlicher Einstellung, schmale Reifen ohne Profil, ziemlich steil bergab. Ist klar was jetzt kommt?

    Ich fiel das erste Mal an diesem Tag auf.  Man stelle sich eine behinderte Frau vor, die krampfhaft die Räder des Rollstuhls festhält, was ihr aber nichts nützt, weil die Reifen auf dem unbefestigtem Boden einfach wegrutschen und laut “SCHAAAAAAAAATZ” ruft.  Da dreht sich wohl jeder mal um und schaut irritiert?! Püh, mir doch egal B-)   Schatz hat mich dann auch rechtzeitig aufgefangen, bevor mich das Elchgehege (?) bremste :yahoo:

    IMG_0069[1]Nun also abgesehen von der doch nicht ganz so rollstuhlgerechten Anlage (oder gerade deswegen) hatten wir einen riesigen Spaß an dem Tag. Als wir zu diesen Kameraden hier kamen fielen wir dann auch das nächste Mal unangenehm auf.

    Ich hatte mittlerweile aufgegeben mich selbstständig fortbewegen zu wollen und liess mich gerade höchst faul vom Kind2 einen kleinen Berg hinaufschieben. Oben angekommen ging es natürlich auch wieder runter – zunächst mal sah man aber das Waschbärengehege.  Kind2 fühlte sich durch diesen Anblick veranlasst den Rollstuhl mit den Worten “OHHHHHH wie SÜÜÜÜÜSS” loszulassen und zum Gehege zu laufen.

    Dass ihre Mutter stumpf ins nächste Gebüsch rollte nahm sie erst wahr, als Muttern sich im Gebüsch kaputtlachte.

    Wie es wohl auf die umstehenden Menschen gewirkt hatte, dass man mich arme Frau erst einfach so hilflos ins Gebüsch rollen lässt und dann als mein Ehemann daneben steht, die Hände nicht aus den Jackentaschen nimmt und untätig aber grinsend fragt obs bequem ist. Hach wat ham wir gelacht. Vor allem wiedermal über unser zum Teil entrüstetes Umfeld :whistle:

    IMG_0066[1]Ja, der Rest ist dann auch schnell erzählt. Wir fütterten Rehe, spielten fangen mit den Waschbären [ SO süß, wie die immer versucht haben das Futter mit den Pfoten zu fangen. Als würde man mit einem Kleinkind Ball spielen :heart: ], genossen Käsebrot und anderes auf einer Bank im Wald [warum schmeckt einfaches Käösebrot so köstlich, wenn man es als Teil eines Pickniks isst?] sahen noch einige andere Tiere  und ziemlich zum Schluß erlebten wir dann noch einen äusserst gutmütigen und vor allem pragmatischen Braunbären, der in ganz genau dieser Haltung da saß und sich das Futter ins Maul fallen liess.

    IMG_0076[1]

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