Drei Tage konsequentes Punkte zählen sind rum. Eigentlich noch zu kurz um ein Resümee zu ziehen und doch möchte und muß ich dies tun.
Die gute Nachricht: Das erste Kilo ist weg – eine magische Grenze durchbrochen.
Die schlechte Nachricht: Ich beschäftige mich ständig mit Essen oder Nichtessen und wenn ja was und wie schaffe ich es so wenig Punkte wie möglich zu mir zu nehmen und doch alle Punkte aufzubrauchen, die ich aufbrauchen soll?
Das mag gut für jeden sein, der sich noch nie großatig mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt hat. Das mag auch gut für jeden anderen “normal-Übergewichtigen” sein. Ich bin aber nicht normal (wer ist das schon?
) ich bin essgestört.
“Trocken” essgestört seit vielen Jahren oder latent essgestört seit frühester Jugend mit zwischendrin schwer aktiven Phasen, wie auch immer man das nennen will ist eigentlich egal – normal im Umgang mit Essen bin ich jedenfalls nicht.
Warum erzähl ich das hier? Nun ich merke gerade wie die Eßstörung, welche zuletzt darin bestand zuviel mit essen zu kompensieren und dadurch übergewichtig zu werden ins Gegenteil umschlägt. Ich fange wieder an mich über essen oder nicht essen zu definieren, die Frage darüber zur Hauptsache zu machen, mich zu erschrecken, dass die Milch im Kaffee tatsächlich einen ganzen Punkt hat (”Oje, dann muß ich ja mal auf den ein oder anderen Kaffee verzichten”) statt es einfach zu tun oder zu lassen, wie mein Körper es verlangt.
Gestern abend sprach der Gatte eine -für mich sehr deutliche Mahnung aus und es wurde mir bewusst, wie nah ich schon wieder dran stehe vom einen ins andere Extrem zu kippen und DAS kann es nicht sein.
Lange Rede kurzer Sinn
Ich will weiter abnehmen und ich werde auch weiter abnehmen. Ich mag auch nach wie vor darüber erzählen und berichten wie der Tag gelaufen ist und ich werde zur Vermeidung von mal-eben-nebenbei-Fallen weiterhin aufschreiben, was ich gegessen habe. ABER, ich werde keine Punkte, Kalorien zählen und auch keine Diät machen sondern mich auf mein Körpergefühl besinnen und darauf vertauen, dass ich eigentlich sehr genau weiß was gut für mich ist und was nicht – PUNKT.
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