Bevor nun die Erinnerungen noch weiter verblassen möchte ich doch endlich mal erzählen und festhalten, wie es uns so in Amsterdam erging.
Eigentlich reicht ein Wort: Großartig. Aber ich werde dann doch ein bisschen ausführlicher.
Nach langer Anfahrt checkten wir in unserem Hotel ein. Da es schon recht spät am Tag war lohnte es sich nicht, noch großartig was zu planen. Also stellten wir uns auf einen gemütlichen Tagesausklang ein und schauten erstmal ein wenig Sesamstrasse in niederländischer Sprache. Ich liebe diese Sprache. Man kann sie so gut verstehen und sie ist – ja irgendwie total lustig in meinen Ohren. Der Gatte testete dann mal die Sauna des Hotels, während ich die Matratze des Hotelbettes testete und ein wenig unsere Tour des nächsten Tages mit Stadtplan und Co. plante, denn mein eigentlicher Plan, Amsterdam per Online Stadtführer und iPhone zu erkunden wäre dann doch etwas teurer geworden als ursprünglich geplant (Stichwort nicht eingeplante Roaming Gebühren im Ausland)
Nach der Wellness und Ruhe Stunde machten wir uns auf zum Abendessen. Da es ja wie erwähnt schon recht spät war und wir recht kaputt von der Fahrt hatten wir keine Lust mehr nach einem Restaurant zu suchen und vertrauten darauf, dass es im Hoteleigenen Restaurant auch feines Essen geben würde. Nun um es kurz zu machen: Hier folgt das erste und letzte wirklich negative Erlebnis unserer Tour und ich habe sehr bereut keine Kamera dabei gehabt zu haben. Die Atmosphäre kalt, die Bedienung auch. Das Essen teuer, kleine Portionen auf riesigem Teller und dann nochnichtmal lecker
Ich hatte eine Gemüse Quiche, weil ich dachte bei Gemüse Quiche kann man nichts falsch machen… Doch man kann und mehr Worte möchte ich darüber nicht verlieren. Nach diesem wundervollen Mahl zog es uns dann aufs Zimmer und der Rest des Abends wird nicht gebloggt.
Das Frühstück und der knalleblaue Himmel am nächsten Morgen machten alles wieder wett und so starteten wir mit dem Hotel Shuttel Bus zu unserer Tour, welche uns zunächst zum Amsterdamer Flughafen und von dort aus mit der Bahn zur Centraal Station führte, was ganz ausgezeichnet klappte.
Unser erster Eindruck von Amsterdam: Fahrräder. Viele Fahrräder und eines sei schon jetzt verraten: Im Folgenden Bericht werden sie viele Fotos von Fahrrädern sehen.
Amsterdam hat tatsächlich so viele Fahrräder wie es heisst und eigentlich noch viel mehr. Wo man hinsieht stehen Fahrräder und die stehen da nicht einfach nur, nein die liegen da zum Teil in Haufen einfach so übereinander – unglaublich. Direkt am Bahnhof gibt es sogar ein riesiges Fahrradparkhaus. Das hat uns nun wirklich sehr beeindruckt, zumal man es gar nicht ganz ins Bild bekommt. Hier nur mal ein ganz kleiner Ausschnitt des Ganzen.
Von der Centraal Station zog es uns zunächst ins Jordaan Viertel.
“Kleine Läden, historische Kneipen und hutzelige Häuser” versprach uns der Reisführer und wir wurden nicht entäuscht, zunächst passierten wir aber noch den Westermarkt und das Anne Frank Haus. Letzteres fand ich persönlich nicht soooo spannend ist halt auch nur ein Haus, wennauch mit einer Geschichte, aber mal ehrlich: Die Geschichte erfahre ich nicht indem ich mich mit dem Gatten vor das Haus stelle und uns fotografiere. Viel lustiger finde ich es die Touristen zu beobachten die eben jenes tun.
Der Westermarket ist da schon viel schöner, weil atmosphärischer.



Weiter ging die Tour durch wundervolle Straßen und Gassen des Joordan Viertels. Man stelle sich an dieser Stelle nun das Ehepaar Multiples vor. Herr Multiples schiebt Frau Multiples vor sich her. Diese hat eine Kamera um den Hals, alle paar Meter heisst es “Stooooop” und dann muss fotografiert werden
Hier einfach mal ein paar unkommentierte Ergebnisse dieser Stooooop Rufe im Joordan Viertel











Weiter ging die Fahrt für mich und Wanderung für den Gatten. Das nächste Ziel sollte der Vondelpark sein. Hier, so hiess es sollte es ein großartiges Café geben und dem war auch so. Das wir auch noch draussen sitzen konnte, war natürlich die Krönung des Ganzen und da ich hier sogar ein ungesichertes WLan Netz fand konnte ich mich ja auch kurz in Bloghausen melden und Grüße senden was den Gatten selbstverständlich überhaupt gar nicht mit einem grinsenden Kopfschütteln kommentierte. Er schüttelte genauso gar nicht den Kopf, wie er sich auch gar nicht das iPhone schnappte, als ich mal kurz verschwand.
Der Vondelpark ist eigentlich auch nur ein Park – und doch wieder wunderschön und anders besonders. Wo findet man schon Leuchtwerbung in den Bäumen?



Vom Vondelpark aus ging es dann quer durch die Stadt und manchmal auch kreuz und quer.
Davon schreibe ich heute aber nicht mehr. Das wird eine Serie mit mindestens zwei Teilen. Bleiben Sie also gespannt, was es noch zu lesen gibt über den orientierungslosen Gatten, das Rotlichtviertel, ein Mädchengeschäft, das tollste Restaurant in dem ich je gewesen bin und manches mehr.
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