Feb 22

Die Teenagerin möchte Pferdewirtin werden. Ganz bestimmt und immer noch. Es laufen Bewerbungen, es kommen Einladungen zu Vorstellungsgesprächen und es kommen Einladungen zu einwöchigen Praktika, zwecks Probearbeit. Soweit wohl alles normal und gut.

Gestern dann fuhr ich mit der Teenagerin in den tiefen Osten unserer Republik. Sie sollte und wollte dort ein solches Praktikum auf einem Pferdehof absolvieren. Soweit so normal und auch gut…

Komisch fand ich schon im Vorfeld, dass hier kein Ausbildungsplatz geboten wurde sondern die Möglichkeit eines einjährigen Praktikums gegen Kost, Logie und eventuell ein Taschengeld. Aber jut, in der Not nimmt man alles und solange man keinen Ausbildungsvertrag hat ist ein festes Praktikum und somit Praxiserfahrung ja doch auch Gold wert. Komisch fand ich weiter, dass man allerdings für dieses Probepraktikum 5 Euro täglich für Kost und Logie forderte… aber jut. Die ham halt nichts zu verschenken, beruhigte mich der Gatte, an den 5  Euro soll es nun wirklich nicht scheitern. Soweit so gut – an dem normal kamen mir schon Zweifel.

Weitere Zweifel kamen mir während der Fahrt – zwischenzeitlich kam die Frage auf ob wir jetzt plötzlich allein auf dieser Erde wären, aber dann kam doch wieder ein Ort mit 3 Häusern und einer Ruine. Ich wollte dort nicht begraben sein, aber mein Kind sollte ich dort lassen :wacko:

Nunjut, der Ort des eigentlichen Geschehens war dann schon fast eine Stadt. Eine sehr kleine Stadt, aber man erkannte menschliches Leben und zwar eindeutig. Soweit war ich also etwas beruhigt. Alles wieder normal und gut.

Wir fanden die besagte Adresse und ich wollte direkt wieder kehrt machen ohne auszusteigen. Ungepflegte Hinterhofatmosphäre. Dreckig, speckig, eng, deprimierend: Gräuslich und insgesamt alles andere als gut und normal.

Das Auto parkten wir nicht auf dem Hof, sondern etwas weiter weg und ich beratschlagte mich telefonischmit dem Gatten, dass wir nun doch erstmal reingehen sollten um das Ganze aus der Nähe zu betrachten. Tja… Verstand des Gatten, gegen Bauch der Mutter. Wir hätten auf den Bauch hören sollen.

So gingen wir als auch den Hof, der auch bei näherer Betrachtung nicht wirklich schön war – um es mal nett auszudrücken. Wir klopften, uns wurde geöffnet man bat uns in die dunkle, stinkige Stube und bot uns einen Platz am wacklig, alten Eßtisch an. Die Tochter wollte sich gerade setzen, ich stand noch im Raum und überlegte ob es sich überhaupt lohnt sich zu setzen, da kam dann die Frau Hofbesitzerin um die Ecke und hatte einen süßen Hund dabei.

Der Hund freute sich so sehr uns zu sehen, dass er sich direkt auf meine Jacke stürzte und sich dort festbiss. Erst auf mein energisches Bitten, man möge doch den Hund wegnehmen kam Frau Hofbesitzerin angeschossen und scheuchte den Hund von mir weg. Der stürzte sich dann freudig erregt auf die Teenagerin und biss ihr zunächst in die Hand und dann in den Oberschenkel. Mein Kind heulte – klar, die Hand blutete wie Sau, die Hose war im Eimer und der Schreck saß in den Gliedern. Putzigerweise hatte man direkt Wunddesinfektionsmittel griffbereit – offenbar braucht man das hier öfters?!?!!

Das ich mein Kind schnappte und erklärte wir würden nun wieder nach Hause fahren, das verstand man überhaupt nicht. NUR wegen dem Hund??? Man war fassungslos, denn immerhin hätte man doch versucht ihn zu halten, aber wenn der sich plötzlich losreisst, ja da könne man ja auch nichts machen. Meine Anmerkung, sie hätten ja offenbar nochnichtmal den Hund im Griff, wie soll denn das mit den Pferden erst gehen… die wurde als Frechheit gewertet. Mir auch egal. Ich schnappte mein blutendes Kind um ihr erstmal im Auto die Hand zu verbinden, das Bein sah nach dem ersten Blick durch die Hose noch nicht so dramatisch aus. Wir machten uns dann auf den Weg nach Hause, als die Tochter doch das Nörgeln anfing, weil das Bein doch ganz schön wehtut. Sie zog dann die Hose aus und ich zückte die Kamera. Mittlerweile ist die Stelle noch dicker und dunkellila gefärbt.

Zu Hause angekommen, fuhren wir dann direkt weiter ins örtliche Krankenhaus. Dort wurde die recht tiefe Wunde an der Hand mit NaCL gespült, beide Stellen wurden gereinigt und verbunden. Den Feierabend feierten wir mit reichhaltiger Kost vom großen gelben M vorm Fernseher.

Heute morgen dann auf zum Kinderarzt, der die Wunden kontrollierte, welche zum Glück keine Entzündungsanzeichen aufweisen. Dann wurde aber sicher-ist-sicher gegen Tollwut geimpft und wir machten uns auf den Weg zur Polizei. Auch nach einer Nacht des darüber schlafens war  und bin ich immer noch so geladen, dass ich das nicht auf sich beruhen lassen möchte. Bei uns ist es noch glimpflich abgegangen, aber da wird Reitunterricht für Kinder gegeben, was wenn noch mehr passiert und irgendwie würd ich auch gerne die Hose ersetzt haben… Bei der Polizei wurde ich dann aber aufgeklärt, es handle sich nicht um eine straf- sondern eine zivilrechtliche Sache. Da wäre die Polizei nicht zuständig, ich müsse mich schon selbst an das zuständige Ordnungsamt und die hoffentliche bestehende Versicherung wenden, wenn ich Schadenersatz geltend machen möchte. Eine Ordnungswidrigkeit bestüde nur, wenn der Hund auf uns gehetzt worden wäre… Okeh…

Die Geschichte geht also noch weiter, ich bin ja jung, gesund und habe reichlich Kräftesreserven für so einen Quatsch… oder auch nicht :negative:

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Jan 24

Die Welt dreht sich hier und das grad mal wieder reichlich schnell – Entscheidungen sind getroffen worden und stehen an, irgendwie ist grad alles im Umbruch. Von daher bleibt mir wieder nur eine dahergehechelte Zusammenfassung des Ganzen. :-(

Die Schullaufbahnempfehlung für Kind2 ist seit Freitag raus. Die Klassenkonferenz empfiehlt den Besuch des Gymnasiums. Das ist toll und gut so, stehen ihr doch nun wirklich alle Türen offen. Ob sie tatsächlich aufs Gymnasium gehen wird steht allerdings in den Sternen. Zum jetzigen Zeitpunkt spricht aus meiner Sicht zu vieles dagegen, der große G8 Streß ist nur ein Stichwort, welches mich zurückschrecken lässt.Es ist noch etwas Zeit, ein Gespräch mit dem Klassenlehrer steht noch an und die Info Veranstaltungen der Schulen finden auch erst noch statt.

Ebenfalls am Freitag kam das Kind nach Hause mit einem Arm in Schonhaltung. Sie wär auf dem Eis ausgerutscht, nun könne sie ihr Handgelenk nicht mehr bewegen. Prima, ich hatte den Nachmittag ja auch nichts weiter vor als mich in die chirugische Ambulanz des Krankenhauses zu setzen. Zum Glück ist aber nichts gebrochen, nur kräftigst geprellt. Um den Gips sind wir noch rumgekommen, wenn es bis Montag nicht weg ist, gibt es aber eventuell noch ein Schiene, damit sie wirklich ruhig hält. Darf ich bitte um Daumen bitten? Schiene wär dooof und wenn sie bis zum nächsten Wochenende nicht wieder fit ist, dann gibt es hier richtig viele Tränen, da ist nämlich Fußballturnier.

Nach der Sache mit dem Arm und dem verpasstem Training am Freitag, schien gestern alles gut. Das Kind hatte kaum noch Schmerzen und verabredete sich frohen Mutes mit der Freundin. … Nach wenigen Stunden schon holten wir ein blasses, heftig krankes Kind wieder ab, welches über Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit klagte und nur noch ins Bett wollte. Sie schlief dann ein Weilchen, umarmte am Abend den Eimer. Heute geht es ihr wieder gut und so soll es dann bittedanke auch mal bleiben.

Die Teenagerin hatte am Donnerstag ein Vorstellungsgespräch als Pferdewirtin, das soll nun wirklich und letztendich ihre Zukunft sein, dessen ist sie sich sehr sicher. Es lief gut, sie wurde nicht vom Hof gescheucht sondern gleich zum Probearbeiten in den Osterferien eingeladen. Würde das klappen, es wär ein Traum und ich glaube sie könnte auch richtig viel lernen auf diesem Hof – auf welchem sie dann mit Familienanschluß auch wohnen würde. Spannend ist das, sehr spannend sogar!

Spannend geht es weiter, wobei die größte Spannung mittlerweile raus ist. Seit einem guten Jahr überlegten der Gatte und ich ob wir ein ebenerdiges, freistehendes Haus kaufen können, wollen, müssen, sollten. Die Entscheidung ist gefallen: In den nächsten Jahren werden wir nichts kaufen, statt dessen machen wir es uns hier nochmal richtig schön.

Konkret ist ein neuer Fußboden für Wohn-/ Eßzimmer gestern ausgesucht worden – Boah ist DAS schwer, wenn man vor hunderten Laminat-/Kork-/Parketböden steht und sich nun entscheiden soll. Wir haben bestimmt über eine Stunde in diesem Geschäft verbracht, am Ende drei Musterböden mit nach Hause genommen, die hier durch die Gegend geschoben und uns mittlerweile entschieden. Es ist ein Laminatboden geworden, welcher aussieht wie ein dunkler Holzboden, der dringend mal geschliffen und gestrichen werden müsste. Klingt merkwürdig, sieht aber klasse aus und ist vor allem Katzenpfotendreckunempfindlich. Fotos folgen – bestimmt :yes: Die Verlegung war ursprünglich geplant für Mitte März *hüstel* Schaun wir mal :whistle:

Als nächstes ist die Küche dran. Es soll dann endlich mal eine neue, richtige, gut geplante Einbauküche werden. Theoretisch bin ich ja mit der Planung fertig – jetzt hat der Gatte auch mal gemessen und ich amüsiere mich dann mal mit der Detailplanung :yahoo:

Ach und dann war da ja noch die Geschichte mit den Katzen, die beide zum Tierarzt sollten *augenverdreh* MamaMia musste geimpft werden und Oma Susi hat ein Leckauge, hat abgenommen und ist in letzter Zeit noch viel nörgeliger und alterstarrsinniger als sowieso schon. Nun war es also am Freitag soweit, dass ich beide Katzen in Transportboxen verfrachten musste. Mia machte gar keine Probleme. Die ist noch immer so geduldig und gutmütig, ich kann sie ganz sanft reinschieben und gut ist es. Keine Gegenwehr. Dann Susi…

Susi war kurz bevor ich verladen wollte gerade in der Küche, dort sperrte ich sie dann direkt mal ein um den Fluchtradius zu verkleinern. Dann legte ich meine Schutzkleidung an, sprich eine viel zu große, extrem dicke Sweatjacke. Auf ging es mit Box in die Küche, Susi guckte nichtsahnend aus der Wäsche. Als ich es dann wagte Susi anzufassen und hochzuheben mutierte diese zum Raubtier und zerlegte meine Finger in Streifen… Naja OK, leicht übertrieben – aber es tat schon ganz schön weh und brauchte ein großes Pflaster. Egal – meine Hauptarbeit war getan, Susi war im Korb.

Beim Tierarzt war Susi zuerst dran und ich wies darauf hin, dass diese Katze zu Gewalttätigkeit neigt. Joah, man legte die Handschuhe bereit, nutze sie aber nicht. Stattdessen machte die TÄ butschibutschi mit der Katz, welche mich blöd dastehen liess und einen auf totaaaaaal liebe Katz machte. Die liess echt alles mit sich machen, knurrte nochnichteinmal als das Auge gespült wurde. Nun, das ging eine Weile so und ich wunderte mich schon sehr. Letztendlich zeigte Susi aber wieder ihr wahres ich, wurde von jetzt auf gleich zum Biest und biss die TÄ blutig. Daraufhin verschwand sie sofort wieder in ihrem Korb und es gab die Ansage: Diese Katze in Zukunft nur noch mit Vollnarkose. Äh… ich hab doch gesagt, die neigt zur Bösartigkeit :unsure: Nun denn letztendlich wissen wir jetzt, dass sie ausser normaler Altererscheinungen wie zum Beispiel dem verengten Tränenkanal topfit und gesund ist – eine Narkose können wir uns in nächster Zeit also sparen.

Und Mia? Mia hat beim Impfen etwas gemault, war aber ansonsten tiefenentspannt wie eigentlich immer. Übrigens hat diese Katze, welche wir im Sommer sehr dürr vom Bauernhof holten ihr Gewicht mittlerweile fast verdoppelt und wiegt nun stolze 7,5 Kilo *ups* :whistle:

Hab ich noch mehr Themen? :scratch: Ach ja, die MS …  Ja, sie ist noch da. Gerade in den letzten Tagen merke ich sie auch immer mal wieder – aber echt, das ist lächerlich was sie gerade so zu bieten hat von daher kein Thema B-)

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Jan 15

Hier im Hause wohnt nicht nur die Familie Multiples – auch wenn es nach aussen so wirkt.

Hier im Hause wohnen auch noch Herr Ich-war-das-nicht, Frau Weiß-ich-auch-nicht, Schwester Keiner und Bruder Niemand. Viel zu oft kommen auch noch Die kleine grüne Motzkuh und das Meckerschaf (übrigens ein sehr empfehlenswertes Buch für alle Familien mit Kindern ab ca 2 Jahren – es hat uns sehr oft aus Wutausbrüchen gerettet) zu Besuch, aber die gehören jetzt nicht zu dieser kleinen Anekdote aus unserem Haus.

Herr Ich-war-das-nicht, Frau Weiß-ich-auch-nicht, Schwester Keiner und Bruder Niemand machen nichts als Unsinn, das kann ich mal so sagen und das dollste ist noch nie hat sie jemand zu Gesicht bekommen. Sie alle, die Sie in Familie leben kennen diese Gesellen sicherlich auch?! Da fragt man in die Runde wer dieses oder jenes angestellt und/ oder weggenommen hat und man erfährt eigentlich immer: Einer der unsichtbaren Bewohner war es.

Auch wenn ich mich eigentlich damit abgefunden habe, dass die Bande hier haust und ihr Unwesen treibt, manchmal finde ich es doch ganz schön ärgerlich. Ganz aktuell haben die mir nämlich ein Buch geklaut, das ich sehr gerne gelesen hätte.

Dieses Buch habe ich über Tauschticket erworben und freute mich schon sehr auf die Lektüre. Als es dann mit der Post eintraf, packte ich es aus und legte es erstmal auf die nach oben führende Treppe. Dort wollte ich es  einsammeln, wenn ich das nächste Mal nach oben gehe um es auf meinem Nachttisch abzulegen. Tja – dort ist es aber nie angekommen. In einem unbeobachteten Moment muss sich einer meiner Untermieter dieses Buch geschnappt und in sein unsichtbares Verlies gezert haben.

Wirklich schade. Wenn ich den erwische… aber das werde ich wohl abhaken können.

Vielleicht passiert ja aber was manchmal passiert. Wenn die Damen und Herren genug von ihrer Beute haben, dann geben sie diese wieder frei und legen sie irgendwo im Haus wieder ab. Es besteht also noch Hoffnung.

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Jan 14

So, das soll sie nun gewesen sein, meine lange und dann auch noch unangekündigte Blogpause. Es war mal nötig und zwischendurch habe ich mich auch ernsthaft gefragt ob ich überhaupt noch bloggen möchte – aber das ist natürlich absoluter Quatsch, dafür macht es mir viel zu viel Spaß. Nun habe ich andere Dinge zurückgeschraubt um wieder mehr Zeit für Bloghausen zu haben.

Was ist nun also passiert die letzten Wochen? Von meinem Chaosgeschnipsel mal abgesehen, habe ich ja noch nicht wirklich was erzählt in diesem Jahr.

Ich versuche es mal strukturiert und werde mich mal an meinen Kategorien entlanghangeln…

Multiple Sklerose

Es gibt zur Zeit eigentlich nichts zu berichten zu diesem Thema und dann doch wieder so viel ;-)

Ich bin, von Fatigue und ein paar Kleinigkeiten abgesehen, nahezu symptomfrei. Der Zweitrollstuhl aus dem Keller ist mittlerweile an das Sanitätshaus zurückgegeben, Rollator und Krücken stehen schon im Keller, der Erstrollstuhl soll demnächst folgen – steht hier alles nur im Weg rum und wird nicht gebraucht. Mittlerweile habe ich noch weitere Versuche in Richtung joggen unternommen und diese erfolgreich und vor allem genussvoll hinter mich gebracht. Irgendwo im Hinterkopf ist die irrsinnige Idee im Juni die 5,3 km beim Stadtlauf zu meistern.. aber das ist natürlich völlig irrsinnig B-) :whistle:

Oft werde ich gefragt, wie es denn nun so plötzlich zu dieser “Wunderheilung” kam, wobei allen natürlich klar ist, dass es eine Heilung nicht geben kann. Ehrlich, ich weiss es nicht, vermute aber mittlerweile, dass meine Psyche zusätzlich zu Chemo und KG einen großen Anteil daran hat.

Nach all den Rückschlägen hatte ich mir nichts mehr zugetraut. Bin noch mit Stützen gelaufen wo ich vielleicht schon ohne hätte laufen können, weil ich glaubte sie noch zu brauchen. Bin geschlurft, weil ich nunmal schlurfte, weil es sich halt so eingeschlurft hatte und habe beim ersten Zwicken im Oberschenkel/ beim ersten Ausfallschritt/ beim ersten Schwanken aufgehört zu gehen, bzw. mich wieder vermehrt abgestützt, weil ich Angst vor dem großen Schmerz hatte, der folgen könnte.

Es hat Klick gemacht ich traue mich zu gehen, zu hüpfen, zu laufen und ich glaube mittlerweile auch daran, dass ich es kann ohne gleich die nächste Nacht ins Kissen beissen zu müssen.

Es ist schwer zu beschreiben aber so ein bisschen fühlt es sich an als hätte ich eine unsichtbare Fessel um meine Beine gelöst und das ist großartig :yahoo:

  • Sollte es nun Stimmen geben, die meinen ich hätte simuliert und mir die Schwierigkeiten nur eingebildet…
  • Sollte nun jemand aus dem obigen Text herauslesen, dass MS eine psychische Erkrankung sei…

→  SO war es nicht gemeint. MS ist körperlich, MS ist real, man kann MS auch mit der positivsten Grundeinstellung nicht wegdenken! Als ich vor etwas über einem Jahr den Rollstuhl bekam konnte ich real nicht laufen und vieles mehr. Die Besserung jetzt führe ich hauptsächlich auf den durch die Chemo erreichten Stillstand und die dadurch entstandene Chance auf Regeneration zurück. Die Psyche hat am Ende lediglich dafür gesorgt, dass ich mich noch etwas länger an meinen Stützen festhielt als unbedingt nötig.

Familie & Ich

Aktuell toben hier mein Kind2 und zwei ihrer Freunde durchs Haus. Warum in aller Welt müssen die sich immer so anschreien? Hat mal wer Ohrstöbbel?  :wacko:

Es ist unruhig, wuselig, chaotisch hier. Alles ganz normal also :-)

Wir fragen uns Ich frage den Gatten ob wir nun in diesem Jahr ein Haus kaufen wollen, sollten, können. Ich suche schonmal das Inet nach interessanten Angeboten ab, träume mich in das ein oder andere Haus hinein richte auch schon ein bisschen ein. Der Gatte ist wie immer entspannt, der Zeitschinder wie immer ruhige und abwiegelnde Pol, der berechtigte Gegenargumente in die Runde schmeisst.

Von berechtigten Gegenargumenten in meiner Planungswut ausgebremst, mache ich dann auch eine quitschende Vollbremsung, drehe mich um und spurte in die Gegenrichtung.

Kaufen wir halt kein neues Haus und investieren dafür in das bestehende, verkündete ich dem Gatten heute morgen, was ihn dann wiederum zum Versuch veranlasste mein Durchstarten in die Gegenrichtung abzubremsen, denn wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine Entscheidung für die eine oder andere Richtung treffen, das hängt von äusseren Faktoren ab, die sich irgendwann in den nächsten Wochen auflösen… aber zu spät: Heute habe ich die neu einzurichtende Küche soweit geplant.

Neihein, ich hab keine Knall – ich hab total einen an der Klatsche, aber ich bin glücklich damit :whistle:

Beim Kind2 wird es langsam ernst. Die Empfehlung für die weiterführende Schule wird demnächst ausgesprochen, ich bin sehr gespannt, lasse es aber auch irgendwie recht entspannt auf uns zukommen. Persönlich sehe ich sie irgendwo zwischen Gym und Realschule, wobei das extrem Tagesformabhängig ist. Müsste ich heute entscheiden, dann würde ich sie auf der Gesamtschule sehen – aber das kann sich noch ändern.

Die Teenagerin hat noch keine Ausbildungsplatz, schreibt Bewerbungen und hat am nächsten Donnerstag ihr erstes Vorstellungsgespräch. Pferdewirtin will sie nun werden und das definitiv und wohl überlegt, mit bereits praktischer Erfahrung in dem Bereich. Ich hätte gerne ein paar gedrückte Daumen fürs erste Gespräch – wäre ja schon klasse so ein Ausbildungsplatz.

Ich habe, wie schon Ende letzten Jahres angedeutet einen “neuen Job”. Seit meiner freiwilligen Arbeitslosigkeit versuchte ich mir ja einen selbständigen Nebenerwerb aufzubauen, scheiterte letztendlich aber immer wieder an meiner KonzentrationsUNfähigkeit die mich daran hinderte, das was ich hätte lernen müssen auch wirklich aufzunehmen und gewinnbringend umzusetzten. Nun ergab es sich, dass mein Ex-Arbeitgeber meine Dienste gerne unregelmässig und auf selbständiger Basis hätte. Das Aufgabengebiet ist sehr leicht überschaubar und doch interessant – ich darf meinen Perfektionismus austoben, darf und soll mich bitte im Detail verlieren, weil es gerade auf das Detail ankommt und das Ganze bequem bei freier Zeiteinteilung im heimischen Wohnzimmer.

Haushalt & Garten

Neben der Frage ob wir nun ein neues Haus kaufen wollen, respektive können oder auch sollten – versuche ich noch immer dem Haushalt in diesem Haus hier irgendwie Herr…oder auch Frau zu werden. Es ist irgendwie zum Mäusemelken. Heute morgen versuchte ich in den Vorrats-Küchenschubladen ein System hinein zu bekommen, so räumte ich also aus und wieder ein und nochmal hin und dann auch her… es wurde und wurde nicht mehr Platz in den Schubladen und ich bekam kein wirklich übersichtliches System ins Chaos. Da stapeln sich angebrochene Tüten von Leinsamen, Sesam, Haferflocken, Rosinen zusammen mit Buchweizen, Mehl, Zucker uvm und ALLES fliegt immer wieder durcheinander, weil das was ich gerade brauche grundsätzlich hinten und/oder unten ist. Somit wären wir dann wieder bei der Küchenplanung… mit dieser Küche wird das nichts, denn es liegt natürlich nur an der Kücheneinrichtung und in gar keinem Fall an meinem Chaotengen :whistle:

Alles & nichts

In letzter Zeit habe ich mich in Facebook festgesetzt, dort einen viel zu großen Teil meiner Zeit mit den verfügbaren Spielen verbracht und nebenher viel zu viele Dinge verpasst, die mir eigentlich Spaß machten und machen. Heute habe ich gründlich aufgeräumt, alle Anwendungen bis auf eine sind blockiert und nun kann ich mich wieder den wichtigeren Dingen widmen, zum Beispiel meinem Feedreader :yes:  Aktuell zeigt mir dieser 261 ungelesene Artikel an – bite sehen sie es mir nach, wenn ich nicht alles mitbekommen habe und gelegentlich mal nachfrage :rose:

Eines ist sicher: Die Prios sind wieder gerader gezogen und Bloghausen hat mich wieder :yes: Wer mag, darf das jetzt auch als Drohung auffassen ;-)

So, jetzt ist das erste Kind abgeholt, der Lärmpegel hat deutlichst abgenommen und gleich ist es dann auch geschafft, ich gehe dem Feierabend entgegen. Ihnen allen wünsche ich einen schönen solchen :bye:

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Jan 04

Neues Jahr – neues Glück heisst es immer so schön. Mir ist grad als würde es eventuell, vielleicht, man traut sich aber kaum dran zu glauben – wahr werden.

In mir wirbelt gerade eine Energie, die ist mir unheimlich und am meisten Angst macht mir ehrlich, dass ich sie nicht kanalisiert bekomme.

Ich bin wach, ich bin motiviert, ich bin übermotiviert und das Ende vom Lied ist, dass ich nichts – naja fast nichts so richtig auf die Reihe bekomme.

Es fühlt sich toll an so wach zu sein – echt. Ich hab aber Angst, dass ich hier gerade durch mein unkoordiniertes durch-die-Gegend-gespringe wieder Energien verpuffen lasse, die ich sinnvoller nutzen könnte. Das Kind ist noch ca. 4 Std. bei der Freundin, ich könnte richtig was schaffen heute aber…

…Ich fang was an, dann fällt mir das nächste ein, dann mach ich ganz was anderes und am Ende sitz ich am Tisch, bin völlig wuschig im Kopf und schreibe Blogartikel die niemand versteht – tue ich ja selbst nicht.

Help :wacko:

Aktionsliste liegt hier geschrieben neben mir. Ein paar Sachen sind sogar schon durchgestrichen und das waren sogar Aufschieberitisgefährdete Dinge, wie doofe Telefonate.

Jetzt geht es aber ans Eingemachte, an die Aktionen, die mehr Konzentration und Durchhaltevermögen brauchen, die umfangreich sind (zum Beispiel mich endlich mal mit der Theorie des Macs und seines Betriebssystems auseinandersetzen, mir überlegen, respektive ausprobieren und recherchieren welches Office Paket für meine Bedürfnisse das Beste ist, an meiner Webseite schrauben, übers laufen schreiben, ein WP Update machen… )

Wie macht man das? Wie findet man heraus, was jetzt in diesem Moment die höchste Priorität haben sollte und wie bringt man sich dazu das dann auch ohne abschweifen zu tun?

Herr, lass Konzentration und Biss vom Himmel fallen, damit ich all die Dinge die da in meinem Kopf rumwirbeln vielleicht in diesem Jahr mal umsetze.

Es macht mich fertig… so wurbselig zu sein – echt :negative:

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Nov 24

Jetzt muss es einfach mal geschrieben werden: Ich bin doof und emotional unterentwickelt. Isso – Punkt.

In den letzten Monaten wurden mir gleich vier Awards verliehen. Und? Was mache ich daraus? Ich freu mich darüber ganz klar, aber ich bedanke mich nicht und schon gar nicht zeige ich meine Freude indem ich sie hier mitteile. Hammer oder? Emotionaler Krüppel, sag ich doch.

Es ist aber wie es ist, ich bin so und kann nicht anders, auch wenn ich es noch so gerne wollte. Ich kann mich noch so sehr über etwas freuen, wenn ich nicht sofort reagiere – dann ist es schlichtweg vergessen. Gelöscht von der Festplatte nicht mehr auf dem Schirm. Oh man, ich versuche ja mich zu ändern, aber ob das noch je gelingt? Ich glaub ja nicht dran. Drum bleibt mir nichts anderes, als mich immer wieder in alle Richtungen zu entschuldigen. Es tut mir leid. Ehrlich :-(

OK ich komm raus aus der Ecke in der ich, mich schämend stehe und tue das hoffentlich einzig richtige. Ich hole meine Versäumisse nach :yes:

kreativ-bloggerGleich zweimal bekam ich den Kreativ Award. Das erste Mal schon Anfang Oktober von der Leseratte und am letzten Wochenende befand dann auch noch  Tina ich sei kreativ. Ihr Lieben. Ich freu mich wirklich und ehrlich  :yahoo: – aber ich und kreativ? Na, das glaub ich dann mal einfach so ;-)

Wie es mit so einem Award ist, sind Regeln daran gebunden. Wie das nunmal mit mir so ist, halte ich mich ungern an Regeln – Schaun wir mal, wie ich mit diesen Regeln klarkomme B-)

Hier die Spielregeln des Kreativ Awards:
  1. Bedanke dich bei der Person, die ihn dir verliehen hat.
  2. Kopiere das Logo und platziere es in deinem Blog.
  3. Verlinke die Person, von der du ihn bekommen hast.
  4. Nenne 7 Dinge über dich, die anderen noch nicht bekannt sind.
    → Öhm… alles was es öffentlich über mich zu wissen gibt, ist hier im Blog zu lesen. Alles andere sag ich nicht.
  5. Nominiere 7 ‘Kreativ Blogger’.
    → Na, ob ich da auf 7 komme, die diesen Award noch nicht hatten? Ich fang mal an und schau wie weit ich komme. Viel wichtiger als die Masse ist ja bekanntlich die Klasse. Als erstes fällt mir die liebe Petra ein. Sie strickt perfekte Socken und das auch noch im Akkord. Absoluter Respekt dafür. Dann noch Tonni. Neben Baby und Kindelein näht sie so traumhaft schöne Dinge, dass ich regelmässig vor Neid erblasse. Ebenfalls vor Neid erblassen lässt mich regelmässig Fr. Rotkraut mit Ihren kreativen Fähigkeiten und kochen kann die Frau auch noch… Manchmal möchte ich Mami zu Ihr sagen ;-) Kerstin ist die Küchenfee und der Name ist Programm, zudem kann sie wunderschön fotografieren und tolle Katzen hat sie auch noch.
  6. Verlinke diese Blogger bei dir.
  7. Benachrichtige die (7) 4 durch einen Kommentar.
    (√) Wird direkt nach Abschicken dieses Artikels erledigt. Versprochen :yes:

smile-awardEbenfalls im Oktober schon, gab Fr. Karthause diesen wunderschönen Award an mich weiter. Es freut mich immer wieder sehr, wenn jemand über uns schmunzeln oder gar lachen kann. Ohne wär ja irgendwie auch alles doof.

Diesen Award möchte ich weitergeben an

  • Fr. Wortteufel – wissend, dass sich mich dafür lieben wird und das im teuflischen Sinne.
  • Fr. Unterholz – zurück aus der Versenkung und herrlichst wie eh und je.
  • Fr. Neunmalklug – weil sie so wunderbar neunmalklug authentisch ist.
  • Fr. Landgeflüster – was soll man anderes tun als lächeln, wenn man bei Ihr liest?
  • Fr. Giftzwerg – sie ist ganz anders als ich es als Mutter je war und doch kann ich jeden Gedanken nachvollziehen, den sie schreibt. Fast riecht man den Neugeborenenduft, wenn man derzeit bei ihr liest.

awardLast but not least erhielt ich durch Chris dieses Exemplar hier soll ich fünf Dinge auflisten, die ich mag (NUR fünf?)

  • Schokolade
  • Kaffee mit viel Milchschaum zum Löffeln
  • gemütliches rumlümmeln auf dem Sofa mit Kisse, Decke, Kerzenschein
  • Internet *achwas*
  • in aller Ruhe in der Küche rumwurschteln

Dann soll ich diesen Award weitergeben und jetzt mache ich es mir ganz einfach B-)

Diesen Award möchte all meinen Lesern überreichen, die ich heute noch nicht verlinkt habe oder die vielleicht auch gar nicht selber bloggen. Ich finde ja nach wie vor jeder Blog hat einen Award verdient, weil in jedem Blog viel Herzblut steckt und ich finde jeder Leser hat einen Award verdient, denn ohne könnten wir ja auch einfach auf ein Stück Papier schreiben, das in der Nachttischschublade steckt.

Und wenn wir grad beim Danken sind… ich möchte mich wirklich bei Euch allen bedanken, weil es einfach nur Spaß macht hier.

und dann danke ich noch meinen Eltern und Großeltern, meinem liebenden Ehemann, den Kindern, Neffen und Großneffen…

Ist ja gut, ich hör schon auf. :wacko:

Fazit1: Wenn ich mal auf – was auch immer – nicht reagieren sollte: Ich entschuldige mich schon jetzt und meine es garantiert nicht böse. Vielleicht einfach nochmal anstupsen, die alte vergessliche Frau.

Fazit2: Bloggen ist klasse. Echt mal.

:bye:

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    Okt 21

    … is temporarily not available.

    Ich hier, heute. Körperlich anwesend, geistig absolut unzurechnungsfähig und nicht erreichbar :wacko:

    Wieviel Meter, Centimeter, Millimeter hat ein halber Kilometer war die Fragestellung mit der Kind2 mich gerade endgültig gekippt hat.

    Gut, dass der Gatte diese Woche noch Urlaub hat, mit meinen völlig irrwitzigen Erklärungs- und Lösungsversuchen hab ich Kind2 gerade komplett wuschig gemacht.

    Ich hab jetzt aufgegeben irgendetwas sinnvolles tun zu wollen, das die Anwesenheit meines Intellektes erfordert, denn der hat gerade kein Netz – oder so :wacko:

    Kennt das jemand? Das man ohne Anlass so völlig neben der Spur läuft und an den einfachsten Aufgabenstellungen scheitert? Ich geh mir schon den ganzen Tag tierisch auf den Keks, hab schlechte Laune und diese Bezeichnung trifft nicht im Ansatz das wahre Ausmaß dessen, bin fahrig unkonzentriert hoch unendlich und ohne Koordination, was mein Tun und Denken betrifft.

    Boah – bin ich heute ätzend drauf, ich geh jetzt mal in die Ecke und maul ein bisschen die Wand an :negative:

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    Okt 11

    Es begab sich am letzten Freitag. Der Herr Multiples hatte seinen ersten Urlaubstag, die Kinderlein hatte Ferien, die Sonne strahlte, es versprach ein gar wunderschöner Tag zu werden. So kam es also, dass Frau Multiples auf dem Rückweg von der gar frühen Physiotherapie beschloss, es wäre mal wieder an der Zeit einen Familienausflug zu machen. Hurtig besorgte sie noch ein paar leckere Sachen, welche sie für ein Picknik verwenden wollte und machte sich auf ihre Familie zu wecken und ihnen die frohe Kunde zu übermitteln.

    “Schatz” so sprach  sie den Gatten liebevoll an: “Mache Dir keine Sorgen, alles wird gut. Wir machen heute einen Ausflug, ich habe alles geplant. Mach Du nur Urlaub, schalte Deinen angestrengten Kopf aus, du brauchst keine Entscheidungen treffen, trägst keine Verantwortung, die übernehme ich. Weil Du nun deinen wohlverdienten Urlaub antrittst brauchst Du nur tun, was ich Dir sage. Ist das nicht fein?”

    Der Gatte tat wie ihm geheissen, stimmte mit einem artigen “Ja Schatz” zu und das Unheil nahm seinen Lauf so machte sich eine ganz normale Familie nach dem Frühstück auf zu einem ganz normalen Familienausflug in schönster Natur.

    [OK... ich schreib jetzt wieder normal. Das ist ja mörderanstrengend so :wacko: ]

    IMG_0053[1]Wie immer, wenn wir unterwegs sind haben wir einen Rucksack mit ein paar Essensachen und Getränken bei uns. Selbstverständlich muss auch die große Kameraausrüstung, die kleine Kamera und ganz neu: das Iphone mit und naja der Rollstuhl ist bei solchen Ausflügen selbstverständlich auch dabei. Da der Rucksack vollgefüllt war mit Essen und Trinken und ich davon ausging, dass ich im Wildpark eher weiter entfernte Motive fotografieren würde verzichtete ich auf den zusätzlichen Ballast der Fototasche und hing mir die EOS mit dem großen Objektiv um den Hals, nachdem ich selbstverständlich geprüft hatte, dass der Akku voll geladen ist.

    Schon auf dem Parkplatz begegnete mir das erste Motiv, welches ich begeistert ablichtete. Ach und der Park, der ist so schön, ich fand Motive ohne Ende. So war da ein Teich vor dem Hintergrund von Bäumen und darin ein großer Springbrunnen und es sah so herrlich aus, wie das Wasser vor dem dunklen Hintergrund des Waldes… das musste ich einfach mit der EOS einfangen. Also die Cam gezückt, Einstellungen geprüft und Schuß…. äh also Schuß… nochmal probiert… NÖ, ging nicht. Warum? Na, weil natürlich der Akku alle war. Zwar hatte ich den zu Hause geprüft, aber äh ja – alle ist alle. Wo ich denn den Ersatzakku hätte frug der Gatte. Na zu Hause natürlich, brauchte ich ja nicht mitnehmen, denn ich hab ja geprüft, dass dieser hier voll ist. Er wollte ansetzen zu einem Vortrag, hatte dabei aber vergessen, dass er Urlaub hatte und das denken mir überlassen sollte. So ärgerte ich mich also ganz alleine eine Runde, aber nicht allzusehr, denn immerhin hatte ich ja noch die Exilim dabei, die hat ja wenigstens 5fach Zoom und das sollte für diese Wasserszene zumindest im Ansatz ausreichen, wennauch nicht in der gewünschte EOS Qualität.

    “Kind” so sprach ich die Teenagerin an. “Reiche mir die Exilim”. Nun, es kam wie es kommen sollte, selbstverständlich war auch der Akku dieser Kamera leer :cry:   Egal! Von so etwas lasse ich mir ja nicht lange die Laune verderben. Dann halt kein Foto der Wasserszene und auch keine großartigen Tierbilder, für normale Knipsbilder hatte ich ja wenigstens noch das IPhone dabei :yes:

    Wir machten uns also weiter auf. Die große Runde durch den Park sollte es natürlich sein. Immerhin war ich ja mit Hilfsmittel Rollstuhl in diesem Park genau richtig heisst es doch in den FAQ der Webseite

    Ist der Park für Rollstuhlfahrer geeignet?
    Ja, die Begleitperson für den Rollstuhlfahrer hat freien Eintritt.

    Jau. Der Wildpark befindet sich am Rande der Harburger Berge. Das heisst im Klartext: Für norddeutsche Verhältnisse ist es hier doch recht sehr hüglig um nicht zu sagen bergig.

    Der Gatte fragt noch ob ich mit der ersten, recht steilen Bergabfahrt klarkäme. Klar komme ich klar was denn sonst B-)   Öhm… Unbefestigter Weg, Aktivrollstuhl mit sportlicher Einstellung, schmale Reifen ohne Profil, ziemlich steil bergab. Ist klar was jetzt kommt?

    Ich fiel das erste Mal an diesem Tag auf.  Man stelle sich eine behinderte Frau vor, die krampfhaft die Räder des Rollstuhls festhält, was ihr aber nichts nützt, weil die Reifen auf dem unbefestigtem Boden einfach wegrutschen und laut “SCHAAAAAAAAATZ” ruft.  Da dreht sich wohl jeder mal um und schaut irritiert?! Püh, mir doch egal B-)   Schatz hat mich dann auch rechtzeitig aufgefangen, bevor mich das Elchgehege (?) bremste :yahoo:

    IMG_0069[1]Nun also abgesehen von der doch nicht ganz so rollstuhlgerechten Anlage (oder gerade deswegen) hatten wir einen riesigen Spaß an dem Tag. Als wir zu diesen Kameraden hier kamen fielen wir dann auch das nächste Mal unangenehm auf.

    Ich hatte mittlerweile aufgegeben mich selbstständig fortbewegen zu wollen und liess mich gerade höchst faul vom Kind2 einen kleinen Berg hinaufschieben. Oben angekommen ging es natürlich auch wieder runter – zunächst mal sah man aber das Waschbärengehege.  Kind2 fühlte sich durch diesen Anblick veranlasst den Rollstuhl mit den Worten “OHHHHHH wie SÜÜÜÜÜSS” loszulassen und zum Gehege zu laufen.

    Dass ihre Mutter stumpf ins nächste Gebüsch rollte nahm sie erst wahr, als Muttern sich im Gebüsch kaputtlachte.

    Wie es wohl auf die umstehenden Menschen gewirkt hatte, dass man mich arme Frau erst einfach so hilflos ins Gebüsch rollen lässt und dann als mein Ehemann daneben steht, die Hände nicht aus den Jackentaschen nimmt und untätig aber grinsend fragt obs bequem ist. Hach wat ham wir gelacht. Vor allem wiedermal über unser zum Teil entrüstetes Umfeld :whistle:

    IMG_0066[1]Ja, der Rest ist dann auch schnell erzählt. Wir fütterten Rehe, spielten fangen mit den Waschbären [ SO süß, wie die immer versucht haben das Futter mit den Pfoten zu fangen. Als würde man mit einem Kleinkind Ball spielen :heart: ], genossen Käsebrot und anderes auf einer Bank im Wald [warum schmeckt einfaches Käösebrot so köstlich, wenn man es als Teil eines Pickniks isst?] sahen noch einige andere Tiere  und ziemlich zum Schluß erlebten wir dann noch einen äusserst gutmütigen und vor allem pragmatischen Braunbären, der in ganz genau dieser Haltung da saß und sich das Futter ins Maul fallen liess.

    IMG_0076[1]

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    Sep 18

    … wenn Backpapier an die oberen Heizstäbe des Backofens kommt, dann brennt es im Backofen.

    Nur mal so, falls Sie es noch nicht wussten. Ich habs grad mal ausprobiert. War nicht sooooo gut.

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    Sep 11

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    ***Erstmal DANKE für all die lieben, ehrlichen Worte gestern. Ihr habt ja alle Recht***

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    Nun zum heutigen Tagesbeginn – ganz schnell und unzusammenhängend runtergeschrieben, Rechtschreib- und Grammatikfehler inklusive…

    Heute morgen um 4:30 wurde ich wach von richtig heftig lautem Katzengeschrei. Sowas hab ich noch nicht gehört, es klang dramatisch.

    Unten angekommen fand ich meinen Flur – also Boden, Wände, Schrank vollgeschmiert mit durchfalligem Katzenkot – dazwischen MamaMia die Tiger angriff, welcher sich von Kopf bis Fuß vollgeschkotet in die Ecke drückte, zitterte und fauchte. Alle anderen drei Katzenkinder drückten sich zitternd in eine andere Ecke.

    Als ich Mia beruhigen wollte bekam ich erstmal eine gepfeffert, also hab ich diese erstmal in den Garten gelassen mir den Tiger geschnappt, kurz geschaut ob mit den anderen alles OK ist und dann ins Bad, Tiger gewaschen und beruhigt.

    Dann mit Tiger auf dem Arm wieder runter und die vier Geschwister wieder langsam zusammengeführt. Sie waren alle komplett durch den Wind, das legte sich aber relativ schnell.

    Joah… es folgte ein weiterer schöner Teil dieses wunderschönen jungen Tages: Flur putzen – das muss nicht detailierter erläutert werden…

    Danach hatte ich noch Zeit einen Kaffee zu trinken bevor ich Kind2 wecken musste und dann endlich duschen konnte.

    Der Rest ist dann wieder ganz normaler Wahnsinn… also ein Kind, dass um 7:15 feststellt, dass es noch Hausaufgaben machen muss und ähnliches.

    Die Katzenkinder schlafen jetzt friedlich aneinandergekuschelt – Mia ist noch verschwunden. Ich hoffe, ich finde sie demnächst wieder damit ich mit der ganzen Bande zum Tierarzt fahren kann.

    Ich habe keine Ahnung was da jetzt los war, ich weiss nicht warum Mia den Tiger angriff und warum alles vollgekotet war. Ich weiss auch noch nicht so genau, wie ich es schaffen soll 5 Katzen zum Tierarzt zu bringen wo ich selbst kaum laufen kann…

    Ich weiss nur, dass es jetzt wirklich reicht.

    Ich kann nicht mehr und ich mag auch nicht mehr und somit gebe ich es hier in aller Öffentlichkeit bekannt und bitte, dass man mich daran erinnert, wenn ich es wieder vergessen habe:

    Es gibt keine neuen Haustiere mehr im Hause Multiples!

    Die Katzenkinder gehen bald zu ihren neuen Besitzern, für Mia muss ich schleunigst ein neues Zuhause finden. Susi wird hier ihren Altersruhesitz behalten, das Gleich gilt für Kanninchen Lisa – und wenn das dann alles mal vorbei sein sollte, dann ist hier Schicht im Schacht. Keine Katze, kein Hund, nochnichtmal Fische. Nix mehr!

    … und jetzt ist auch noch die Milch für den Kaffee alle :sad: …

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