Feb 28

Nach der Hundebissaktion des letzten Wochenendes war sie wieder da diese Stimme, die zu mir sprach. Sie sagte:

Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen.

Ich lächelte und war froh – und es kam schlimmer… :yes:

Am Donnerstagvormittag berichtete mir die Teenagerin, sie könne ihr rechtes Auge irgendwie nicht mehr richtig schliessen und auch das Frühstücken wär irgendwie doof gewesen, weil sie die Milch immer wieder aus dem Mund gesabbert hätte. Innerlich schrillten alle meine MS-Alarmglocken, äusserlich blieb ich cool und verwies auf den Nachmittagstermin beim Kinderarzt, den wir ja eh hatten. Irgendwann erfuhr ich dann noch von Kopfschmerzen und bei etwas genauerer Betrachtung fiel auf, dass die gesamte rechte Gesichtshälfte Lähmungserscheinungen zeigte. Der Rest ging dann schnell: Kind ins Auto, zum Arzt, Notfalleinweisung ins Krankenhaus => Verdacht auf Neuroborreliose im fortgeschrittenem Stadium.

Nun könnte ich vom nervigen Warten in der Notaufnahme erzählen oder vom Warten auf Station (der Arzt kommt heute noch und teilt ihnen die Ergebnisse der Blutuntersuchung mit) oder vom Nichtkommen eines Arztes der Ergebnisse mitteilt… Ist ja aber nicht so spannend. Letztendlich wurde am Donnerstag nicht mehr gemacht als Blut abzunehmen, aber das ist ja schonmal was.

Der Freitag war dann ählich dem Donnerstag. Wir warteten auf einen Arzt um Ergebnisse und weiteres Vorgehen zu besprechen. Nachfragen ergaben die immer gleiche Antwort: In einer Stunde ungefähr. Die Stunde dauerte dann 3 Stunden, aber immerhin kam dann ein sehr netter Arzt und besprach, dass eine Lumbalpunktion gegen Mittag durchgeführt werden sollte um weitere Erkenntnisse zu bringen. Der Mittag kam und ging, wir warteten, frugen nach und hörten: In einer Stunde ungefähr. Ok, wenigstens hatten wir was zum Lachen. Letzendlich gab es um kurz vor 16:00 Uhr einen Beruhigungsschnaps für die Teenagerin und dann wurde die Punktion auch schon bald sehr gut und problemlos durchgeführt. Wieder eine Stunde sollte es ungefähr dauern, bis die ersten Ergebnisse vorliegen und die wolle man uns dann auch gleich mitteilen. Wir warteten, ich fütterte meine stramm auf dem Rücken liegende Tochter mit Milchreis – auch mal lustig :whistle:

Nach zwei Stunden mal die Nachfrage bei der Schwester. Öh, ne… die Ärztin hat ja schon längst Feierabend, die kommt sicherlich nicht mehr um ihnen noch Ergebnisse mitzuteilen. Großartig – echt. Wenigstens konnte ich der Schwester noch ein paar Informationen entlocken und erfuhr, dass die Entzündungswerte weder in Blut noch in Nervenwasser erhöht wären, was gegen Borreliose spricht.

Der Samstag ist dann schnell erzählt. Das Kind lag noch immer stramm auf dem Rücken. 24 Stunden sollte sie genau in dieser Position verharren, wurde von mir gewaschen, bekam eine Bettpfanne und wurde so langsam unleidlich – ich auch. Wir warteten auf einen Arzt und zwar von 9:00 bis 14:00 Uhr! Fazit: Es konnte bisher keine Ursache für die Lähmung gefunden werden, man geht von einer idiotischen idiopathischen, peripheren Fazilisparese aus. Auf deutsch: Sie haben keine Ahnung warum der sogenannte Fazilisnerv gelähmt ist, wissen aber, dass die Schädigung nicht zentral im Gehirn (wie zum Beispiel bei MS) steckt sondern direkt am Nerven was dafür spricht, dass alles von allein wieder gut wird und damit wurden wir entlassen.

Noch ausstehende Befunde der Nervenwasseruntersuchung (auf verschiedene, virale Erreger und die für MS typischen oliglokonalen Banden) müssen wir dann im Laufe der Woche telefonisch erfragen, sollte das alles negativ sein, können wir davon ausgehen, dass sich innerhalb von 3 – 4 Wochen alles normalisiert.

Somit hat sich also keine meiner schlimmen Befürchtungen (von MS bis Schlaganfall) bewahrheitet und ich kann mir wieder sagen

Lächle und sei froh, es hätte schlimmer kommen können.

Wenn das nur alles nicht so verdammt anstrengend wäre. Wenn ich selbst nicht langsam ernsthaft wieder am Stock gehen würde. Wenn ich Aussicht auf eine Pause und Erholung hätte, ja dann könnte ich auch ein bisschen besser lächeln und froh sein. Aktuell drehe ich aber gerade mal ein bisschen am Rad und habe keine Ahnung wo, wie ich die Bremse ziehen kann :wacko:

Aber es geht weiter und irgendwann wird es auch wieder ruhiger. Bestimmt!

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Feb 22

Die Teenagerin möchte Pferdewirtin werden. Ganz bestimmt und immer noch. Es laufen Bewerbungen, es kommen Einladungen zu Vorstellungsgesprächen und es kommen Einladungen zu einwöchigen Praktika, zwecks Probearbeit. Soweit wohl alles normal und gut.

Gestern dann fuhr ich mit der Teenagerin in den tiefen Osten unserer Republik. Sie sollte und wollte dort ein solches Praktikum auf einem Pferdehof absolvieren. Soweit so normal und auch gut…

Komisch fand ich schon im Vorfeld, dass hier kein Ausbildungsplatz geboten wurde sondern die Möglichkeit eines einjährigen Praktikums gegen Kost, Logie und eventuell ein Taschengeld. Aber jut, in der Not nimmt man alles und solange man keinen Ausbildungsvertrag hat ist ein festes Praktikum und somit Praxiserfahrung ja doch auch Gold wert. Komisch fand ich weiter, dass man allerdings für dieses Probepraktikum 5 Euro täglich für Kost und Logie forderte… aber jut. Die ham halt nichts zu verschenken, beruhigte mich der Gatte, an den 5  Euro soll es nun wirklich nicht scheitern. Soweit so gut – an dem normal kamen mir schon Zweifel.

Weitere Zweifel kamen mir während der Fahrt – zwischenzeitlich kam die Frage auf ob wir jetzt plötzlich allein auf dieser Erde wären, aber dann kam doch wieder ein Ort mit 3 Häusern und einer Ruine. Ich wollte dort nicht begraben sein, aber mein Kind sollte ich dort lassen :wacko:

Nunjut, der Ort des eigentlichen Geschehens war dann schon fast eine Stadt. Eine sehr kleine Stadt, aber man erkannte menschliches Leben und zwar eindeutig. Soweit war ich also etwas beruhigt. Alles wieder normal und gut.

Wir fanden die besagte Adresse und ich wollte direkt wieder kehrt machen ohne auszusteigen. Ungepflegte Hinterhofatmosphäre. Dreckig, speckig, eng, deprimierend: Gräuslich und insgesamt alles andere als gut und normal.

Das Auto parkten wir nicht auf dem Hof, sondern etwas weiter weg und ich beratschlagte mich telefonischmit dem Gatten, dass wir nun doch erstmal reingehen sollten um das Ganze aus der Nähe zu betrachten. Tja… Verstand des Gatten, gegen Bauch der Mutter. Wir hätten auf den Bauch hören sollen.

So gingen wir als auch den Hof, der auch bei näherer Betrachtung nicht wirklich schön war – um es mal nett auszudrücken. Wir klopften, uns wurde geöffnet man bat uns in die dunkle, stinkige Stube und bot uns einen Platz am wacklig, alten Eßtisch an. Die Tochter wollte sich gerade setzen, ich stand noch im Raum und überlegte ob es sich überhaupt lohnt sich zu setzen, da kam dann die Frau Hofbesitzerin um die Ecke und hatte einen süßen Hund dabei.

Der Hund freute sich so sehr uns zu sehen, dass er sich direkt auf meine Jacke stürzte und sich dort festbiss. Erst auf mein energisches Bitten, man möge doch den Hund wegnehmen kam Frau Hofbesitzerin angeschossen und scheuchte den Hund von mir weg. Der stürzte sich dann freudig erregt auf die Teenagerin und biss ihr zunächst in die Hand und dann in den Oberschenkel. Mein Kind heulte – klar, die Hand blutete wie Sau, die Hose war im Eimer und der Schreck saß in den Gliedern. Putzigerweise hatte man direkt Wunddesinfektionsmittel griffbereit – offenbar braucht man das hier öfters?!?!!

Das ich mein Kind schnappte und erklärte wir würden nun wieder nach Hause fahren, das verstand man überhaupt nicht. NUR wegen dem Hund??? Man war fassungslos, denn immerhin hätte man doch versucht ihn zu halten, aber wenn der sich plötzlich losreisst, ja da könne man ja auch nichts machen. Meine Anmerkung, sie hätten ja offenbar nochnichtmal den Hund im Griff, wie soll denn das mit den Pferden erst gehen… die wurde als Frechheit gewertet. Mir auch egal. Ich schnappte mein blutendes Kind um ihr erstmal im Auto die Hand zu verbinden, das Bein sah nach dem ersten Blick durch die Hose noch nicht so dramatisch aus. Wir machten uns dann auf den Weg nach Hause, als die Tochter doch das Nörgeln anfing, weil das Bein doch ganz schön wehtut. Sie zog dann die Hose aus und ich zückte die Kamera. Mittlerweile ist die Stelle noch dicker und dunkellila gefärbt.

Zu Hause angekommen, fuhren wir dann direkt weiter ins örtliche Krankenhaus. Dort wurde die recht tiefe Wunde an der Hand mit NaCL gespült, beide Stellen wurden gereinigt und verbunden. Den Feierabend feierten wir mit reichhaltiger Kost vom großen gelben M vorm Fernseher.

Heute morgen dann auf zum Kinderarzt, der die Wunden kontrollierte, welche zum Glück keine Entzündungsanzeichen aufweisen. Dann wurde aber sicher-ist-sicher gegen Tollwut geimpft und wir machten uns auf den Weg zur Polizei. Auch nach einer Nacht des darüber schlafens war  und bin ich immer noch so geladen, dass ich das nicht auf sich beruhen lassen möchte. Bei uns ist es noch glimpflich abgegangen, aber da wird Reitunterricht für Kinder gegeben, was wenn noch mehr passiert und irgendwie würd ich auch gerne die Hose ersetzt haben… Bei der Polizei wurde ich dann aber aufgeklärt, es handle sich nicht um eine straf- sondern eine zivilrechtliche Sache. Da wäre die Polizei nicht zuständig, ich müsse mich schon selbst an das zuständige Ordnungsamt und die hoffentliche bestehende Versicherung wenden, wenn ich Schadenersatz geltend machen möchte. Eine Ordnungswidrigkeit bestüde nur, wenn der Hund auf uns gehetzt worden wäre… Okeh…

Die Geschichte geht also noch weiter, ich bin ja jung, gesund und habe reichlich Kräftesreserven für so einen Quatsch… oder auch nicht :negative:

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Feb 08
  • Bloggen in der Regelmässigkeit wie in der (älteren) Vergangenheit möchte ich (zur Zeit, bis auf weiteres, überhaupt… wer weiss das schon…) nicht mehr. Ganz auf bloggen verzichten möchte ich aber auch nicht, es wird also weiterhin mehr oder weniger brüchige und unregelmässige Statusberichte geben auch überall lesen und je nach Laune mal kommentieren werde ich weiterhin mehr oder weniger regelmässig. Warum nicht wie immer? :unsure:  Weiss ich auch nicht, vielleicht einfach weil sich die Zeiten und Bedürfnisse ändern und mir (zur Zeit, bis auf weiteres, überhaupt… wer weiss das schon…) mehr nach kurzen Facebook Statements der Sinn steht.
  • Küchenkauf geht auch recht spontan. Anfang der letzten Woche bekam ich ein Angebot in den Briefkasten. Ein kleines Möbelhaus bewarb in Zusammenarbeit mit einem namenhaften Küchenhersteller die so genannte “Küchentesterwoche”. Es wurden 28 potentielle Küchenkäufer gesucht, die bereit sind nach abgeschlossener Montage der Küche eine Bewertung des ganzen abzugeben. Als Gegenleistung sollte es die auf Maß angepasste Markenküche zum halben Preis geben (mit Ausnahme der Elektrogeräte), inkl. Aufmaß vor Ort, Lieferung und Montage. Nun, das wollte ich mir ja auf jedem Fall mal näher anhören und vereinbarte einen Termin für Freitagnachmittag. Man nahm sich viel Zeit für uns, nach ungefähr zwei Stunden hatten wir einen ungefähren Plan unserer Traumküche zusammengebastelt, es folgte die erste Kalkulation durch den Verkäufer und wir fielen innerlich vom Stuhl, erbaten uns aber eine Nacht des darüber nachdenkens. Es wurde ein neuer Termin für den nächsten Mittag vereinbart…

    Am Abend rechneten wir nochmal die Küche durch und kamen überein, dass wir sie zu diesem Preis ganz sicher nicht kaufen wollten und uns schon gar nicht unter Zeitdruck setzen lassen wollten.  Wir fuhren auch nochmal in das Ortsansässige Küchestudio um festzustellen, es gibt zu dem Preis immer gleichwertige Küchen zu kaufen. Eigentlich wollten wir gar nicht mehr hinfahren, aber uneigentlich war ich sauer und wollte dem guten Mann nochmal ein bisschen das Wochenende versauen und vor allem Feedback geben.

    Wir machten uns also auf den Weg und setzen uns sehr bequem hin, fest in dem Glauben hier ohne Küchenvertrag wieder zu gehen. Dann liessen wir den Verkäufer ein bisschen arbeiten, denn die bisher pauschale Kalkulation (die Küche kostet pro laufendem Meter xy Euro) nahmen wir nicht hin. Gerne wollten wir von jedem Schrank, jedem cm Arbeitsplatte, Wandanschlussleiste etcpp den genauen Listenpreis haben, welcher natürlich aus dem grooooßen Katalog herausgesucht werden musste. Ja, es waren kleine Schweissperlen auf der Stirn und ja, wir grinsten innerlich. Am Ende teilten wir das ganze durch zwei um auf die Hälfte zu kommen und es kam nämlich eine Zahl heraus, die ganz gewaltig von der ersten Kalkulation abwich. Wir tippten auf exakt diese Zahl forderten sie als Kaufpreis ein… Es folgte ein langes Gespräch zwischen Verkäufer und Cheffe im stillen Kämmerlein, man kam uns entgegen und am Ende war man sogar knapp unter der von uns geforderten Zahl und gab sogar noch die teureren Griffe ohne Mehrpreis her. Tja, nun haben wir also eine tolle, schlichtweisse und auch noch (mehr oder weniger) Rollstuhltaugliche Küche gekauft, die wir uns zum Normalpreis niemals nicht hätten leisten können und ich freu mir den Hintern ab :yahoo: Geliefert wird Ende März, vorher wird noch exakt vermessen und eine finale 3D Präsentation gestartet und ich kann mir noch Gedanken machen in welcher Knallfarbe ich die Wände streiche und ein paar Elektrogeräte dürfen wir dann auch noch kaufen gehen :-)

  • Der Kauf eines neuen Fußbodens im Wohn-/Eßbereich verliert an Wichtigkeit, wenn man spontan eine Küche gekauft hat.
  • Vertraue keinem Teenager, auch wenn er noch so nett und einsichtig tut. Bleib dran, mache Druck es ist im beiderseitigen Interesse (das sieht der Teenager zwar noch nicht so, aber ich weiss es!)
  • Ausbildungsplätze fallen nicht vom Himmel, auch wenn es manchmal den Anschein hat.
  • Teenager müssen manchmal doof sein. Eltern auch. Dann fällt die Ablösung leichter ;-)
  • Sonntagmorgens um 6:00 aufzustehen – um dann eine knappe Stunde Auto zu fahren – um dann in einer kühlen Sporthalle zu sitzen – um dem Kind beim Fußballspielen und verlieren zuzuschauen ist doof – echt.
  • Die zweite Seite der Medaille: Wenn man Sonntagsfrüh mit dem Kind zum Fußballturnier fährt, dann fährt man auch mal durch Gegenden, durch die man sonst nicht fahren würde. Wenn man durch so Gegenden fährt, dann sieht man Dinge, die man sonst nicht sehen würde und man kommt auf Ideen, auf die man sonst nicht kommen würde und nimmt sich Dinge vor, für die Zeit nach Schnee und Eis, die man sich sonst nicht vornehmen würde. Das ist GUT B-)
  • Katzen sind auch doof. Also manchmal sind sie wirklich doof. Es macht ja nix, wenn sie sich übergeben müssen. Aber mal ehrlich: Wenn die Katz auf dem Laminat sitzt und anfängt zu würgen… warum in aller Welt dreht die Katz sich dann nochmal blitzschnell zum Teppich um Fellklumpen und anverdautes Katzenfutter dorthin zu würgen, wo man es nichtmal eben schnell wegwischen kann? Kann mir das wer erklären?
  • Internet und Kommunikation frisst Arbeitszeit und Energien, die man dringend sinnvoller nutzen könnte und sollte, darum ist auch jetzt an dieser Stelle wieder Schluß mit bloggen :yes:

:bye:

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Jan 31

… und anstatt diese wundervollen Tag nun in viele Worte zu fassen, zeige ich erst einmal mein Bild des Tages

Uns zog es heute an die Ostsee und es war einfach wunderwunderschön!

Jan 24

Die Welt dreht sich hier und das grad mal wieder reichlich schnell – Entscheidungen sind getroffen worden und stehen an, irgendwie ist grad alles im Umbruch. Von daher bleibt mir wieder nur eine dahergehechelte Zusammenfassung des Ganzen. :-(

Die Schullaufbahnempfehlung für Kind2 ist seit Freitag raus. Die Klassenkonferenz empfiehlt den Besuch des Gymnasiums. Das ist toll und gut so, stehen ihr doch nun wirklich alle Türen offen. Ob sie tatsächlich aufs Gymnasium gehen wird steht allerdings in den Sternen. Zum jetzigen Zeitpunkt spricht aus meiner Sicht zu vieles dagegen, der große G8 Streß ist nur ein Stichwort, welches mich zurückschrecken lässt.Es ist noch etwas Zeit, ein Gespräch mit dem Klassenlehrer steht noch an und die Info Veranstaltungen der Schulen finden auch erst noch statt.

Ebenfalls am Freitag kam das Kind nach Hause mit einem Arm in Schonhaltung. Sie wär auf dem Eis ausgerutscht, nun könne sie ihr Handgelenk nicht mehr bewegen. Prima, ich hatte den Nachmittag ja auch nichts weiter vor als mich in die chirugische Ambulanz des Krankenhauses zu setzen. Zum Glück ist aber nichts gebrochen, nur kräftigst geprellt. Um den Gips sind wir noch rumgekommen, wenn es bis Montag nicht weg ist, gibt es aber eventuell noch ein Schiene, damit sie wirklich ruhig hält. Darf ich bitte um Daumen bitten? Schiene wär dooof und wenn sie bis zum nächsten Wochenende nicht wieder fit ist, dann gibt es hier richtig viele Tränen, da ist nämlich Fußballturnier.

Nach der Sache mit dem Arm und dem verpasstem Training am Freitag, schien gestern alles gut. Das Kind hatte kaum noch Schmerzen und verabredete sich frohen Mutes mit der Freundin. … Nach wenigen Stunden schon holten wir ein blasses, heftig krankes Kind wieder ab, welches über Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit klagte und nur noch ins Bett wollte. Sie schlief dann ein Weilchen, umarmte am Abend den Eimer. Heute geht es ihr wieder gut und so soll es dann bittedanke auch mal bleiben.

Die Teenagerin hatte am Donnerstag ein Vorstellungsgespräch als Pferdewirtin, das soll nun wirklich und letztendich ihre Zukunft sein, dessen ist sie sich sehr sicher. Es lief gut, sie wurde nicht vom Hof gescheucht sondern gleich zum Probearbeiten in den Osterferien eingeladen. Würde das klappen, es wär ein Traum und ich glaube sie könnte auch richtig viel lernen auf diesem Hof – auf welchem sie dann mit Familienanschluß auch wohnen würde. Spannend ist das, sehr spannend sogar!

Spannend geht es weiter, wobei die größte Spannung mittlerweile raus ist. Seit einem guten Jahr überlegten der Gatte und ich ob wir ein ebenerdiges, freistehendes Haus kaufen können, wollen, müssen, sollten. Die Entscheidung ist gefallen: In den nächsten Jahren werden wir nichts kaufen, statt dessen machen wir es uns hier nochmal richtig schön.

Konkret ist ein neuer Fußboden für Wohn-/ Eßzimmer gestern ausgesucht worden – Boah ist DAS schwer, wenn man vor hunderten Laminat-/Kork-/Parketböden steht und sich nun entscheiden soll. Wir haben bestimmt über eine Stunde in diesem Geschäft verbracht, am Ende drei Musterböden mit nach Hause genommen, die hier durch die Gegend geschoben und uns mittlerweile entschieden. Es ist ein Laminatboden geworden, welcher aussieht wie ein dunkler Holzboden, der dringend mal geschliffen und gestrichen werden müsste. Klingt merkwürdig, sieht aber klasse aus und ist vor allem Katzenpfotendreckunempfindlich. Fotos folgen – bestimmt :yes: Die Verlegung war ursprünglich geplant für Mitte März *hüstel* Schaun wir mal :whistle:

Als nächstes ist die Küche dran. Es soll dann endlich mal eine neue, richtige, gut geplante Einbauküche werden. Theoretisch bin ich ja mit der Planung fertig – jetzt hat der Gatte auch mal gemessen und ich amüsiere mich dann mal mit der Detailplanung :yahoo:

Ach und dann war da ja noch die Geschichte mit den Katzen, die beide zum Tierarzt sollten *augenverdreh* MamaMia musste geimpft werden und Oma Susi hat ein Leckauge, hat abgenommen und ist in letzter Zeit noch viel nörgeliger und alterstarrsinniger als sowieso schon. Nun war es also am Freitag soweit, dass ich beide Katzen in Transportboxen verfrachten musste. Mia machte gar keine Probleme. Die ist noch immer so geduldig und gutmütig, ich kann sie ganz sanft reinschieben und gut ist es. Keine Gegenwehr. Dann Susi…

Susi war kurz bevor ich verladen wollte gerade in der Küche, dort sperrte ich sie dann direkt mal ein um den Fluchtradius zu verkleinern. Dann legte ich meine Schutzkleidung an, sprich eine viel zu große, extrem dicke Sweatjacke. Auf ging es mit Box in die Küche, Susi guckte nichtsahnend aus der Wäsche. Als ich es dann wagte Susi anzufassen und hochzuheben mutierte diese zum Raubtier und zerlegte meine Finger in Streifen… Naja OK, leicht übertrieben – aber es tat schon ganz schön weh und brauchte ein großes Pflaster. Egal – meine Hauptarbeit war getan, Susi war im Korb.

Beim Tierarzt war Susi zuerst dran und ich wies darauf hin, dass diese Katze zu Gewalttätigkeit neigt. Joah, man legte die Handschuhe bereit, nutze sie aber nicht. Stattdessen machte die TÄ butschibutschi mit der Katz, welche mich blöd dastehen liess und einen auf totaaaaaal liebe Katz machte. Die liess echt alles mit sich machen, knurrte nochnichteinmal als das Auge gespült wurde. Nun, das ging eine Weile so und ich wunderte mich schon sehr. Letztendlich zeigte Susi aber wieder ihr wahres ich, wurde von jetzt auf gleich zum Biest und biss die TÄ blutig. Daraufhin verschwand sie sofort wieder in ihrem Korb und es gab die Ansage: Diese Katze in Zukunft nur noch mit Vollnarkose. Äh… ich hab doch gesagt, die neigt zur Bösartigkeit :unsure: Nun denn letztendlich wissen wir jetzt, dass sie ausser normaler Altererscheinungen wie zum Beispiel dem verengten Tränenkanal topfit und gesund ist – eine Narkose können wir uns in nächster Zeit also sparen.

Und Mia? Mia hat beim Impfen etwas gemault, war aber ansonsten tiefenentspannt wie eigentlich immer. Übrigens hat diese Katze, welche wir im Sommer sehr dürr vom Bauernhof holten ihr Gewicht mittlerweile fast verdoppelt und wiegt nun stolze 7,5 Kilo *ups* :whistle:

Hab ich noch mehr Themen? :scratch: Ach ja, die MS …  Ja, sie ist noch da. Gerade in den letzten Tagen merke ich sie auch immer mal wieder – aber echt, das ist lächerlich was sie gerade so zu bieten hat von daher kein Thema B-)

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Jan 20

Hoppala, schon wieder bin ich in eine Schreibunlustphase gefallen, hier ist so viel Alltag… uffa…

Nun muss ich ja aber noch erzählen wie unser Wochenende, respektive der Samstag verlaufen ist.

Joah, wie soll es schon gewesen sein? Total blöd war es natürlich, ist doch klar. Wer kommt denn bitte auf die Idee, dass es jemand toll finden könnte, wenn als Affen verkleidete Menschen sich von der Decke abseilen und über die Köpfe der Zuschauer hinweg fliegen? Wer findet schon die Musik gut, die bei Tarzan gespielt und gesungen wird und das ganze Bühnenbild, die Kostüme, die Bätter die vom Himmel der Decke fielen, so dass der Eindruck erstand, die Affen würden tatsächlich von den Bäumen herunterklettern? Also ich muss sagen, ich fand das ganze Tarzangetue ganz schön schrecklich. Ich fand es so schrecklich, dass mir am Ende die Tränen liefen, ja sogar als wir schon an der Gadrobe standen hatte ich noch feuchte Augen. Es war wirklich grauenhaft.

OK, ernsthaft ;-) Es war natürlich obersuperdoopertoll, der ganze Tag. Ich muss allerdings sagen, dass ich rein musikalisch vom ersten Teil des Musicals mehr erwartet hatte. Es war gut, keine Frage. Mir fehlte aber noch der Wow-Effekt, ich hatte noch keine Gänsehaut. Das hatte sich dann aber nach den ersten Takten des zweiten Teils direkt erledigt, im zweiten Teil war es superbombastisch. Stimmen, Musik, Kostüme, Bühnenbild, Geschichte…. Alles einfach nur: Wow!

Nach dem Musical fuhren wir dann noch in die Hafen City. Hier wollten wir eigentlich noch ein bisschen spazierengehen… aber bei strammen Minusgraden und einem noch strammeren Wind haben wir das schnell aufgegeben. Wir sind dann ein bisschen spazierengefahren (war auch nett :-) ) und dann direkt zum Restaurant, welches ich im Iphone rausgesucht hatte, während wir noch zum Musical fuhren (hatte ich schon erwähnt, dass ich mein Iphone liebe? :-) ).

Ach auch das Restaurant war sehr nett, mal was anderes – und das Essen: Yummie!

Und auf der Toilette fand die kleine Frau aus der kleinen Stadt dann Dinge, die fand sie doch äusserst interessant, belustigend und irgendwie auch spannend.

Ich kann vermelden: Es funktioniert. Die Hände waren tatsächlich in 10 Sekunden trocken und totzdem noch dran. Spannend, was es alles so gibt :yes:

So, jetzt aber :bye:   undweggeflitzt ;-)

Jan 16

Wir fahren jetzt los, der Gatte löst sein Weihnachtsgeschenk ein. Danach noch essen gehen zu zweit.

Ich freu mich auch und im besonderen darüber, dass unsere Kinder schon so groß und dann auch noch vernünftig sind, um den Rest des Tages ohne uns der einen Babysitter zu verbringen. Sie haben sich verabredet, miteinander. Wollen einen Kuchen backen, den Nachmittag über werden sie wohl Wii spielen bis zum umfallen und heute Abend gibt es Pizza aus dem TK-Schrank.

Ihnen ein mindestens genauso schönes Wochenende! Von mir morgen mehr.

PS: Meine Smilies sind irgendwie weg, glaub ich. Von daher stellen sie sich an passender Stelle grinsende und winkende Smilies vor. Danke :-)

Jan 15

Hier im Hause wohnt nicht nur die Familie Multiples – auch wenn es nach aussen so wirkt.

Hier im Hause wohnen auch noch Herr Ich-war-das-nicht, Frau Weiß-ich-auch-nicht, Schwester Keiner und Bruder Niemand. Viel zu oft kommen auch noch Die kleine grüne Motzkuh und das Meckerschaf (übrigens ein sehr empfehlenswertes Buch für alle Familien mit Kindern ab ca 2 Jahren – es hat uns sehr oft aus Wutausbrüchen gerettet) zu Besuch, aber die gehören jetzt nicht zu dieser kleinen Anekdote aus unserem Haus.

Herr Ich-war-das-nicht, Frau Weiß-ich-auch-nicht, Schwester Keiner und Bruder Niemand machen nichts als Unsinn, das kann ich mal so sagen und das dollste ist noch nie hat sie jemand zu Gesicht bekommen. Sie alle, die Sie in Familie leben kennen diese Gesellen sicherlich auch?! Da fragt man in die Runde wer dieses oder jenes angestellt und/ oder weggenommen hat und man erfährt eigentlich immer: Einer der unsichtbaren Bewohner war es.

Auch wenn ich mich eigentlich damit abgefunden habe, dass die Bande hier haust und ihr Unwesen treibt, manchmal finde ich es doch ganz schön ärgerlich. Ganz aktuell haben die mir nämlich ein Buch geklaut, das ich sehr gerne gelesen hätte.

Dieses Buch habe ich über Tauschticket erworben und freute mich schon sehr auf die Lektüre. Als es dann mit der Post eintraf, packte ich es aus und legte es erstmal auf die nach oben führende Treppe. Dort wollte ich es  einsammeln, wenn ich das nächste Mal nach oben gehe um es auf meinem Nachttisch abzulegen. Tja – dort ist es aber nie angekommen. In einem unbeobachteten Moment muss sich einer meiner Untermieter dieses Buch geschnappt und in sein unsichtbares Verlies gezert haben.

Wirklich schade. Wenn ich den erwische… aber das werde ich wohl abhaken können.

Vielleicht passiert ja aber was manchmal passiert. Wenn die Damen und Herren genug von ihrer Beute haben, dann geben sie diese wieder frei und legen sie irgendwo im Haus wieder ab. Es besteht also noch Hoffnung.

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Jan 14

So, das soll sie nun gewesen sein, meine lange und dann auch noch unangekündigte Blogpause. Es war mal nötig und zwischendurch habe ich mich auch ernsthaft gefragt ob ich überhaupt noch bloggen möchte – aber das ist natürlich absoluter Quatsch, dafür macht es mir viel zu viel Spaß. Nun habe ich andere Dinge zurückgeschraubt um wieder mehr Zeit für Bloghausen zu haben.

Was ist nun also passiert die letzten Wochen? Von meinem Chaosgeschnipsel mal abgesehen, habe ich ja noch nicht wirklich was erzählt in diesem Jahr.

Ich versuche es mal strukturiert und werde mich mal an meinen Kategorien entlanghangeln…

Multiple Sklerose

Es gibt zur Zeit eigentlich nichts zu berichten zu diesem Thema und dann doch wieder so viel ;-)

Ich bin, von Fatigue und ein paar Kleinigkeiten abgesehen, nahezu symptomfrei. Der Zweitrollstuhl aus dem Keller ist mittlerweile an das Sanitätshaus zurückgegeben, Rollator und Krücken stehen schon im Keller, der Erstrollstuhl soll demnächst folgen – steht hier alles nur im Weg rum und wird nicht gebraucht. Mittlerweile habe ich noch weitere Versuche in Richtung joggen unternommen und diese erfolgreich und vor allem genussvoll hinter mich gebracht. Irgendwo im Hinterkopf ist die irrsinnige Idee im Juni die 5,3 km beim Stadtlauf zu meistern.. aber das ist natürlich völlig irrsinnig B-) :whistle:

Oft werde ich gefragt, wie es denn nun so plötzlich zu dieser “Wunderheilung” kam, wobei allen natürlich klar ist, dass es eine Heilung nicht geben kann. Ehrlich, ich weiss es nicht, vermute aber mittlerweile, dass meine Psyche zusätzlich zu Chemo und KG einen großen Anteil daran hat.

Nach all den Rückschlägen hatte ich mir nichts mehr zugetraut. Bin noch mit Stützen gelaufen wo ich vielleicht schon ohne hätte laufen können, weil ich glaubte sie noch zu brauchen. Bin geschlurft, weil ich nunmal schlurfte, weil es sich halt so eingeschlurft hatte und habe beim ersten Zwicken im Oberschenkel/ beim ersten Ausfallschritt/ beim ersten Schwanken aufgehört zu gehen, bzw. mich wieder vermehrt abgestützt, weil ich Angst vor dem großen Schmerz hatte, der folgen könnte.

Es hat Klick gemacht ich traue mich zu gehen, zu hüpfen, zu laufen und ich glaube mittlerweile auch daran, dass ich es kann ohne gleich die nächste Nacht ins Kissen beissen zu müssen.

Es ist schwer zu beschreiben aber so ein bisschen fühlt es sich an als hätte ich eine unsichtbare Fessel um meine Beine gelöst und das ist großartig :yahoo:

  • Sollte es nun Stimmen geben, die meinen ich hätte simuliert und mir die Schwierigkeiten nur eingebildet…
  • Sollte nun jemand aus dem obigen Text herauslesen, dass MS eine psychische Erkrankung sei…

→  SO war es nicht gemeint. MS ist körperlich, MS ist real, man kann MS auch mit der positivsten Grundeinstellung nicht wegdenken! Als ich vor etwas über einem Jahr den Rollstuhl bekam konnte ich real nicht laufen und vieles mehr. Die Besserung jetzt führe ich hauptsächlich auf den durch die Chemo erreichten Stillstand und die dadurch entstandene Chance auf Regeneration zurück. Die Psyche hat am Ende lediglich dafür gesorgt, dass ich mich noch etwas länger an meinen Stützen festhielt als unbedingt nötig.

Familie & Ich

Aktuell toben hier mein Kind2 und zwei ihrer Freunde durchs Haus. Warum in aller Welt müssen die sich immer so anschreien? Hat mal wer Ohrstöbbel?  :wacko:

Es ist unruhig, wuselig, chaotisch hier. Alles ganz normal also :-)

Wir fragen uns Ich frage den Gatten ob wir nun in diesem Jahr ein Haus kaufen wollen, sollten, können. Ich suche schonmal das Inet nach interessanten Angeboten ab, träume mich in das ein oder andere Haus hinein richte auch schon ein bisschen ein. Der Gatte ist wie immer entspannt, der Zeitschinder wie immer ruhige und abwiegelnde Pol, der berechtigte Gegenargumente in die Runde schmeisst.

Von berechtigten Gegenargumenten in meiner Planungswut ausgebremst, mache ich dann auch eine quitschende Vollbremsung, drehe mich um und spurte in die Gegenrichtung.

Kaufen wir halt kein neues Haus und investieren dafür in das bestehende, verkündete ich dem Gatten heute morgen, was ihn dann wiederum zum Versuch veranlasste mein Durchstarten in die Gegenrichtung abzubremsen, denn wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine Entscheidung für die eine oder andere Richtung treffen, das hängt von äusseren Faktoren ab, die sich irgendwann in den nächsten Wochen auflösen… aber zu spät: Heute habe ich die neu einzurichtende Küche soweit geplant.

Neihein, ich hab keine Knall – ich hab total einen an der Klatsche, aber ich bin glücklich damit :whistle:

Beim Kind2 wird es langsam ernst. Die Empfehlung für die weiterführende Schule wird demnächst ausgesprochen, ich bin sehr gespannt, lasse es aber auch irgendwie recht entspannt auf uns zukommen. Persönlich sehe ich sie irgendwo zwischen Gym und Realschule, wobei das extrem Tagesformabhängig ist. Müsste ich heute entscheiden, dann würde ich sie auf der Gesamtschule sehen – aber das kann sich noch ändern.

Die Teenagerin hat noch keine Ausbildungsplatz, schreibt Bewerbungen und hat am nächsten Donnerstag ihr erstes Vorstellungsgespräch. Pferdewirtin will sie nun werden und das definitiv und wohl überlegt, mit bereits praktischer Erfahrung in dem Bereich. Ich hätte gerne ein paar gedrückte Daumen fürs erste Gespräch – wäre ja schon klasse so ein Ausbildungsplatz.

Ich habe, wie schon Ende letzten Jahres angedeutet einen “neuen Job”. Seit meiner freiwilligen Arbeitslosigkeit versuchte ich mir ja einen selbständigen Nebenerwerb aufzubauen, scheiterte letztendlich aber immer wieder an meiner KonzentrationsUNfähigkeit die mich daran hinderte, das was ich hätte lernen müssen auch wirklich aufzunehmen und gewinnbringend umzusetzten. Nun ergab es sich, dass mein Ex-Arbeitgeber meine Dienste gerne unregelmässig und auf selbständiger Basis hätte. Das Aufgabengebiet ist sehr leicht überschaubar und doch interessant – ich darf meinen Perfektionismus austoben, darf und soll mich bitte im Detail verlieren, weil es gerade auf das Detail ankommt und das Ganze bequem bei freier Zeiteinteilung im heimischen Wohnzimmer.

Haushalt & Garten

Neben der Frage ob wir nun ein neues Haus kaufen wollen, respektive können oder auch sollten – versuche ich noch immer dem Haushalt in diesem Haus hier irgendwie Herr…oder auch Frau zu werden. Es ist irgendwie zum Mäusemelken. Heute morgen versuchte ich in den Vorrats-Küchenschubladen ein System hinein zu bekommen, so räumte ich also aus und wieder ein und nochmal hin und dann auch her… es wurde und wurde nicht mehr Platz in den Schubladen und ich bekam kein wirklich übersichtliches System ins Chaos. Da stapeln sich angebrochene Tüten von Leinsamen, Sesam, Haferflocken, Rosinen zusammen mit Buchweizen, Mehl, Zucker uvm und ALLES fliegt immer wieder durcheinander, weil das was ich gerade brauche grundsätzlich hinten und/oder unten ist. Somit wären wir dann wieder bei der Küchenplanung… mit dieser Küche wird das nichts, denn es liegt natürlich nur an der Kücheneinrichtung und in gar keinem Fall an meinem Chaotengen :whistle:

Alles & nichts

In letzter Zeit habe ich mich in Facebook festgesetzt, dort einen viel zu großen Teil meiner Zeit mit den verfügbaren Spielen verbracht und nebenher viel zu viele Dinge verpasst, die mir eigentlich Spaß machten und machen. Heute habe ich gründlich aufgeräumt, alle Anwendungen bis auf eine sind blockiert und nun kann ich mich wieder den wichtigeren Dingen widmen, zum Beispiel meinem Feedreader :yes:  Aktuell zeigt mir dieser 261 ungelesene Artikel an – bite sehen sie es mir nach, wenn ich nicht alles mitbekommen habe und gelegentlich mal nachfrage :rose:

Eines ist sicher: Die Prios sind wieder gerader gezogen und Bloghausen hat mich wieder :yes: Wer mag, darf das jetzt auch als Drohung auffassen ;-)

So, jetzt ist das erste Kind abgeholt, der Lärmpegel hat deutlichst abgenommen und gleich ist es dann auch geschafft, ich gehe dem Feierabend entgegen. Ihnen allen wünsche ich einen schönen solchen :bye:

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Jan 04

Neues Jahr – neues Glück heisst es immer so schön. Mir ist grad als würde es eventuell, vielleicht, man traut sich aber kaum dran zu glauben – wahr werden.

In mir wirbelt gerade eine Energie, die ist mir unheimlich und am meisten Angst macht mir ehrlich, dass ich sie nicht kanalisiert bekomme.

Ich bin wach, ich bin motiviert, ich bin übermotiviert und das Ende vom Lied ist, dass ich nichts – naja fast nichts so richtig auf die Reihe bekomme.

Es fühlt sich toll an so wach zu sein – echt. Ich hab aber Angst, dass ich hier gerade durch mein unkoordiniertes durch-die-Gegend-gespringe wieder Energien verpuffen lasse, die ich sinnvoller nutzen könnte. Das Kind ist noch ca. 4 Std. bei der Freundin, ich könnte richtig was schaffen heute aber…

…Ich fang was an, dann fällt mir das nächste ein, dann mach ich ganz was anderes und am Ende sitz ich am Tisch, bin völlig wuschig im Kopf und schreibe Blogartikel die niemand versteht – tue ich ja selbst nicht.

Help :wacko:

Aktionsliste liegt hier geschrieben neben mir. Ein paar Sachen sind sogar schon durchgestrichen und das waren sogar Aufschieberitisgefährdete Dinge, wie doofe Telefonate.

Jetzt geht es aber ans Eingemachte, an die Aktionen, die mehr Konzentration und Durchhaltevermögen brauchen, die umfangreich sind (zum Beispiel mich endlich mal mit der Theorie des Macs und seines Betriebssystems auseinandersetzen, mir überlegen, respektive ausprobieren und recherchieren welches Office Paket für meine Bedürfnisse das Beste ist, an meiner Webseite schrauben, übers laufen schreiben, ein WP Update machen… )

Wie macht man das? Wie findet man heraus, was jetzt in diesem Moment die höchste Priorität haben sollte und wie bringt man sich dazu das dann auch ohne abschweifen zu tun?

Herr, lass Konzentration und Biss vom Himmel fallen, damit ich all die Dinge die da in meinem Kopf rumwirbeln vielleicht in diesem Jahr mal umsetze.

Es macht mich fertig… so wurbselig zu sein – echt :negative:

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